14 Passagiere müssen in totale Quarantäne

14 Passagiere müssen in totale Quarantäne

Die Passagiere des Fluges IB-3856 von Madrid nach Lanzarote, die in der Nähe des mit Corona infizierten 58-jährigen gesessen haben, müssen 14 Tage in strikte Quarantäne.

Die Maschine war wegen der Hygienevorschriften nur zu zwei Drittel gefüllt. Zwischen jedem Passagier war ein freier Sitzplatz. Trotzdem hatten die Fluggäste vor dem Einsteigen am Flugsteig näheren Kontakt zueinander. Wegen eines positiven Testergebnissen in Castilla-La Mancha, von dem die Testperson erst bei der Landung auf Lanzarote erfahren hat, verbringen alle Passagiere der Sitzreihen 35, 36 und 37 die kommenden 14 Tage in einem Appartementkomplex auf Lanzarote isoliert.

Ein neuer Fall von Corona in den vergangenen 24 Stunden – Seit gestern gibt es einen neuen Corona-Virus Fall auf den Kanaren. Insgesamt werden in den Krankenhäusern auf dem Archipel noch 34 Patienten wegen Covid-19 behandelt, sechs davon auf Intensivstationen.

163 Patienten werden wegen ihrer nur sehr leichten Symptome vom Hausarzt betreut. Von den seit Beginn der Pandemie 2.358 bestätigten Corona-Virus Fällen auf den Kanarischen Inseln gelten 2013 als genesen.

Zwei Drittel waren immer zu Hause – Einer Studie der Universität von Las Palmas zu Folge waren 58% der kanarischen Bevölkerung während der seit März geltenden Ausgangssperre in Spanien zu Hause.

Die Studie untersucht das Verhalten der kanarischen Bevölkerung seit Mitte März, als wegen der Corona Pandemie Ausgangsbeschränkungen verhängt worden sind. Nur 2,2% der Befragten haben während der Ausgangssperre das Haus ohne ersichtlichen Grund verlassen. Vier von fünf Canarios gehen mit dem Virus sehr ernsthaft um und setzen die vorgeschrieben Maßnahmen auch dementsprechend um.

Auf die Frage wie sie sich fühlen, antworten mehr als zwei Drittel mit Traurigkeit, die Hälfte hat Angst. Das Klima in den eigenen vier Wänden war für mehr als 50% der Befragten angenehm, bei einem Drittel hat sich das Familienverhältnis während des Alarmzustands sogar verbessert.

Als große Hürde empfinden die Ausgangssperre und die damit verbundenen Konsequenzen vor allem Schüler und Studenten. Mehr als 80% machen sich Sorgen das Schuljahr oder das Semester erfolgreich abzuschließen.

Provinzen fordern Phase 3 der Lockerungen – Neben den Kanarischen Inseln fordern auch 10 weitere spanische Provinzen in Phase 3 der Lockerungen einzutreten. Also die Phase die bereits auf El Hierro, La Gomera und La Graciosa für die Bevölkerung gilt.

Das spanische Gesundheitsministerium hat die entsprechenden Phasen mit den Infektionszahlen und den Kapazitäten in Krankenhäusern verknüpft.

Diese werden heute sowohl auf den Kanarischen Inseln als auch in Kantabrien, Extremadura, Baskenland, Madrid, den Balearen, Valencia, Murcia, Aragon und Castilla-La Mancha erfüllt. Innerhalb von Phase 3 wäre dann auch wieder Tourismus in den Hotels so wie vor Beginn der Pandemie möglich.

Zwangsquarantäne für Einreisende nur bis zum 21. Juni – Die Zentralregierung will die wegen der Corona-Krise angeordnete Zwangsquarantäne für aus dem Ausland Eingereiste schon zum 21. Juni aufheben. Die Grenzen werde man für Touristen aber wie angekündigt erst am 1. Juli öffnen, erklärte Ministerpräsident Pedro Sánchez in Madrid.

Dafür soll morgen im Parlament über die sechste Verlängerung des Alarmzustandes abgestimmt werden. Es soll die letzte Verlängerung des seit dem 15. März geltenden Corona-Notstands sein.

Auf Grundlage des Ausnahmezustandes hatte die spanische Regierung am 14. März die europaweit schärfste Corona-Ausgangssperre verhängt, die inzwischen aber deutlich gelockert wurde.

 

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