200 Milliarden Euro Hilfsfond

200 Milliarden Euro Hilfsfond

Ministerpräsident Pedro Sanchez präsentiert das größte finanzielle Hilfspaket in der Geschichte Spaniens.

…der spanische Staat bietet Unternehmen die Liquidität die notwendig ist… Umgerechnet 20% des Bruttoinlandsprodukts legt Spanien in Hilfsfonds auf um der Wirtschaftskrise zu begegnen die die Ausbreitung des Coronavirus ausgelöst hat. 200 Milliarden Euro werden insgesamt zur Verfügung gestellt. …das Hilfspaket soll den größten Schutz in erster Linie für die Schwächsten bieten….

Geplant sind mit dem Geld Hypothekenzahlungen zu stunden, Arbeitslosengeld auch für die Betroffenen zu bieten, die noch nicht ausreichend lange gearbeitet haben um Arbeitslosengeld beantragen zu können, Selbständigen wird die Sozialversicherung gestundet und finanzielle Hilfen für angestellte Mitarbeiter geboten. Strom und Gas dürfen bei nicht bezahlten Rechnungen mindestens für 30 Tage nicht abgestellt werden. Das 45-seitige königliche Dekret hat Pedro Sanchez gestern präsentiert. …nehmen sie diese Hilfen an und verzichten sie auf Kündigungen, das ist eine konjunkturelle, zeitlich begrenzte Krise...

In den vergangenen 24 Stunden haben sich Ausbreitung und Ansteckung in Spanien verlangsamt. Dieses Zwischenergebnis ist aber laut dem spanischen Epidemiologen Fernando Simón mit äußerster Vorsicht zu betrachten und bei Weitem noch kein Trend für die kommenden Tage. 11.000 infizierte Patienten, 5.000 Personen werden stationär behandelt, rund 500 Tote hat das Virus in Spanien bisher gefordert.

Mit drastischen Worten richtet sich ein Mediziner an die junge Bevölkerung … was wir jetzt brauchen, um dieser Krise zu begegnen ist Solidarität, es geht nicht um Euch, die ihr mit leichten Beschwerden in die Notaufnahme kommt und einen Coronavirus Test fordert. Es geht um die Alten und Schwachen, die hier in der Notaufnahme mit lebensgefährlichen Symptomen auf einen Platz in der Intensivstation warten. Bleibt zu Hause, zeigt Solidarität mit den wirklich Kranken und helft mit Eigenverantwortung mit, den Kampf gegen das Virus zu gewinnen…

Dem Run auf Lebensmittel begegnen kanarische Supermärkte mit mehr Personal um die Regale schnell wieder aufzufüllen. Allen voran die Supermarktkette HiperDino.

Auf der Webseite hiperdino.es sollen vor allem Kunden die der Risikogruppe angehören ihren Einkauf online tätigen können, die Produkte werden dann nach Hause geliefert. Einstimmig informieren alle Supermarktbetreiber über die vollen Lebensmittellager, es wird auf den Kanarischen Inseln zu keinem Engpass bei Lebensmitteln kommen.

Mehr als tausend zusätzliche Mitarbeiter sind in den Supermärkten seit Freitag tätig um die Regale wieder aufzufüllen. Hamsterkäufe sollen auch aus Solidarität den Mitmenschen gegenüber nicht getätigt werden. Das Posten von Fotos mit leeren Regalen trägt nicht zur Entspannung der Lage bei, sondern schürt die Angst in der Bevölkerung.

Um die Ansteckungsgefahr zu Reduzieren wird der Zugang zu den Supermärkten reguliert, Schlangen an den Kassen werden damit vermieden, die Mitarbeiter geschützt. Laut Ausgangsperre darf der Besuch von Supermärkten nur noch alleine erfolgen und nur in Ausnahmefällen, wie z. B. bei pflegebedürftigen Menschen in Begleitung.

Rückholaktion der Regierung – 30 Maschinen sind gestern Abend von Deutschland aus gestartet um gestrandete Urlaube zurück zu holen. Das hat Außenminister Heike Maas gestern Abend der ARD mitgeteilt. Rund 100.000 Deutsche sitzen in verschiedenen Ländern weltweit fest.

Das Auswärtige Amt sprach wegen der Corona-Pandemie eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen aus. Maas sagte weiter, dass es keine 24 Stunden Lösung für Betroffene geben wird, Priorität haben deutsche Touristen die außerhalb der EU Grenze im Urlaub sind.

Betroffenen Urlaubern wird geraten sich zu allererst mit dem Reiseveranstalter in Verbindung zu setzten. Die Konsulte sind aktuell nicht in der Lage jeden einzelnen Fall zu bearbeiten, bisher unterliegt der europäische Flugverkehr keinerlei staatlicher Einschränkung. Es wird empfohlen sich auf der Webseite von Condor für eine Rückholaktion zu registrieren https://www.condor.com/tca/de/fly-home

In den vergangenen zwei Tagen sind viele Maschinen auf kanarischen Flughäfen ohne Passagiere gelandet um Touristen in ihren Heimatort zurück zu fliegen. Gestern sind von Gando, Cesar Manrique und Puerto del Rosario mehr als 400 Maschinen gestartet, rund 200 geplante Flüge sind von den Fluggesellschaften gestrichen worden.

Eine Stunde mehr vor dem Fernseher – 5 Stunden und 23 Minuten haben Canarios gestern vor dem Fernseher verbracht, zumindest war er eingeschaltet. Das hat das Umfrageunternehmen Barlovento Comunicación heute veröffentlicht. Das Ergebnis entspricht einer Stunde mehr TV Konsum als normalerweise zu dieser Jahreszeit.

Spanienweit lag die Fernsehzeit gestern um 89 Minuten höher als im März 2019. Spanier haben im Schnitt gestern sechs Stunden und 50 Minuten vor dem Fernseher verbracht. Rechnet man dazu die Zeit, die im Internet gestern verbracht worden ist, zeigt das Ergebnis das Rekordergebnis von 13 Stunden und 34 Minuten.

Seit den Zahlenerhebungen gab es noch nie solche Ergebnisse während eines Wochentages. Das Ergebnis ist einzig und alleine auf die national verhängte Ausgangssperre zurückzuführen.

Polizeieinsatz am Roque Nublo – Einsatzkräfte der Guardia Civil haben gestern auf den Wanderwegen des Roque Nublo auf Gran Canaria wieder diversen Touristen den Weg zurück in ihre Hotels und Appartements aufgezeigt. Inwieweit Geldbußen verhängt worden sind ist nicht bekannt.

Auch auf anderen Inseln gab es von Touristen Verstöße gegen die Ausgangssperre. Diese gilt sowohl für Touristen, als auch für Staatsbürger uneingeschränkt.

Die Beamten sind angehalten bei Verstößen Geldstrafen zwischen 500€ und 2.000€ zu verhängen und ein Strafverfahren einzuleiten. Ein Verstoß gegen die Ausgangssperre die noch 12 Tage andauert, wird nicht als Ordnungswidrigkeit behandelt, sondern als Delikt.

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