Lanzarote - E-Ship1 in Arrecife

Der Frachter der am Freitag in den Hafen der Inselhauptstadt von Lanzarote eingelaufen ist, hat Bauteile für das geplante Windkraftwerk „Teguise I“ an Bord.

Anfang 2018 sollen vier Windgeneratoren mit einem Durchmesser von 30 Metern oberhalb von Zonzamas ausreichend Strom für rund 20.000 Haushalte auf der Insel produzieren.

Die Bauteile sind in Deutschland produziert und im Norden Spaniens verschifft worden.

Das Frachtschiff E-Ship1 von Enercon mit Sitz in Aurich ist aber einen zweiten Blick wert: die vier rund 16 Meter hohen Zylinder an Bord des Frachters gehören nicht zur Fracht, es sind so genannte Flettner Rotoren, die das Schiff mit Hilfe der Windkraft vorantreiben.

Die rotierenden Zylinder erzeugen durch den Magnus-Effekt Antriebskraft, die auf einer Strecke zwischen Rotterdam und den Kanarischen Inseln bis zu 8 Tonnen Treibstoff einsparen und rund 25 Tonnen CO² weniger in die Atmosphäre blasen. Durch den regenerativen und sauberen Antrieb erreicht der Frachter auf dieser Strecke durch konstanten Wind sein Ziel rund 28 Stunden früher.

Der als Flettner-Antrieb bekannte Zylinderaufbau stammt aus den 20er Jahren und gewinnt aktuell in Zeiten von Klimaveränderung und steigenden Rohstoffpreisen im Schiffsverkehr immer mehr an Bedeutung.