Gebeine Frankos werden umgebettet

Gebeine Frankos werden umgebettet

Die Entscheidung der neuen sozialistischen Regierung steht fest:

die rechtsextreme Pilgerstätte nahe Madrid soll aufgelöst werden.

Das hat Ministerpräsident Pedro Sánchez im Parlament in Madrid mitgeteilt und will noch in diesem Monat reagieren. Das spanische Parlament hatte im vergangenen Jahr einen Antrag der Sozialisten zur Umbettung angenommen. Die damals regierende konservative Volkspartei war aber nicht verpflichtet, dem Antrag Folge zu leisten.

Die Sozialisten, die nun an der Macht sind, haben das Thema zu einer ihrer Prioritäten gemacht. Das Mausoleum in dem auch die Gebeine des Ex-Diktators liegen, soll zur Gedenkstätte für die Opfer des spanischen Bürgerkrieges umgewandelt werden.

Erst am Wochenende protestieren dort zahlreiche Rechtsextreme und Franco-Fans gegen das Vorhaben der sozialistischen Regierung.

"Ein Land, das in die Zukunft blickt, muss in Frieden mit seiner Vergangenheit sein", sagte Sánchez zu der Entscheidung. Er selbst gehöre einer Generation an, die in einer Demokratie aufgewachsen sei.

"Keine Demokratie kann es sich leisten, Denkmäler zu haben, die eine Diktatur preisen", so Sánchez wörtlich im Parlament in Madrid zu der Entscheidung das Mausoleum umzuwandeln.

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