46.700 Personen bereits getestet

46.700 Personen bereits getestet

An der national durchgeführten Corona-Studie um die Durchseuchung der spanischen Gesellschaft zu ermitteln haben bereits 46.700 Bürger teilgenommen.

Das Programm ENECovid19 wird in allen Provinzen Spaniens durchgeführt. 35.000 Haushalte sind zufällig vom Nationalen Statistik Institut ausgewählt worden. Das Ergebnis soll Aufschlüsse zu den Infektionszahlen liefern und als Basis für zukünftige Entscheidungen der Regierung dienen im Kampf gegen die Pandemie.

Während der spanische Gesundheitsminister Salvador Illa gestern auf einer Pressekonferenz die große Bereitschaft zur Teilnahme der Spanier gelobt hat, sind nicht alle Spanier in allen Provinzen gleich bereit sich auf das Virus testen lassen. Auf den Kanarischen Inseln haben 40% der ausgewählten Haushalte eine Teilnahme an einem Corina Virus Test abgelehnt.

Europäische Residenten werden in dieser Studie nicht erfasst. Für sie kann der Antikörpertest für Reisen nach Deutschland, Österreich oder die Schweiz hilfreich sein um in Zukunft unter Umständen die in Deutschland aktuell verordnete 14-tägige Quarantäne nach Einreise zu umgehen. Aktuell müssen sich deutsche Staatsbürger nach Aufenthalt im Ausland beim Ordnungsamt oder zuständigen Gesundheitsamt melden. Dort wird dann individuell entschieden ob eine 14-tägie Quarantäne notwendig ist. Ein Antikörpertest kann dabei hilfreich sein, so hat es das Ordnungsamt München auf telefonische Nachfrage bestätigt.

Deutsche Ärzte, wie die Praxis Dr. Mager auf Lanzarote in Coste Teguise, Puerto del Carmen und Playa Blanca auf Lanzarote sowie auf Fuerteventura die Praxen Dr. Simonis, Bludau und im Norden Dr. Werner führen auf Anfrage für Patienten Antikörpertests durch.

Phase 1 ab Montag – Mit Spannung wird auf den kanarischen Inseln die Antwort des Gesundheitsministeriums in Madrid erwartet, ob ab Montag auf dem Archipel Phase 1 der Lockerungen beginnt.

Die Voraussetzungen für Phase 1 erfüllen neben La Gomera, El Hierro und La Graciosa jetzt auch die größeren Inseln mit mehr Einwohnern.  

Bars und Restaurants könnten dann ihre Terrassen mit einer maximalen Kapazität von 50% wieder öffnen, Fahrten zwischen den Gemeinden sind dann wieder erlaubt und es können sich bis zu 10 Personen aus verschiedenen Haushalten wieder treffen.

Ungeklärt ist weiterhin, wann die Schulen wieder öffnen. Seit Mitte März gibt es in den Bildungseinrichtungen keinen Unterricht mehr. Das Ergebnis der Studie soll auch dafür Erkenntnisse liefern, wie in Zukunft Unterricht wieder stattfinden kann.

Gesundheitsministerin zurückgetreten – In der Provinz Madrid hat die Gesundheitsministerin Yolanda Fuentes ihren Posten gestern aufgegeben. Einen Tag nachdem Madrid beantragt hat, ebenfalls wie die Kanarischen Inseln, ab Montag in Phase 1 der Lockerungen einzutreten.

Bisher ist nicht bekannt ob diese beiden Meldungen in einem Zusammenhang stehen.

Madrid war und ist die Provinz in Spanien in der das Virus am heftigsten gewütet hat. Bilder in der Presse von Eisstadien die zu Leichenhallen umfunktioniert worden sind stammen alle von dort.

Sowohl die Präsidentin der Provinz, Isabel Diaz Ayuso, als auch ihr Stellvertreter, Ignacio Aguado, haben gestern versichert Madrid würde wieder über ein solides Gesundheitssystem verfügen. In Madrid sind gestern 86 neue Corona Virus Fälle registriert worden. Zum Vergleich: in der kanarischen Autonomie waren es gestern vier neue Corona Virus Fälle.

Sonnen nicht erlaubt – Ein Mann aus Las Palmas auf Gran Canaria ist gestern am Strand von Alcavaneras zu einer Geldbuße verurteilt worden. Er hatte sich am Strand gesonnt.

Während Sport in den entsprechenden Zeiten innerhalb der eigenen Gemeinde an den meisten Stränden der Kanarischen Inseln erlaubt ist, dazu gehört auch Schwimmen im Atlantik, wird das Sonnenbaden am Strand sanktioniert.

Laut den Beamten war die Sachlage dem 60-jährigen unbekannt. Zahlen muss er trotzdem.

Stand heute ist der Strand innerhalb der eigenen Gemeinde nur für den Sport frei zugänglich. Um zum Strand zu gelangen, darf weder das eigene Kraftfahrzeug, noch der öffentliche Nahverkehr genutzt werden. Schwimmen im Atlantik ist aber in den meisten Gemeinden der Kanarischen Inseln wieder erlaubt. Dorthin gelangen Bürger bußgeldfrei zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Keine Veranstaltungen bis Oktober – Vertreter der sieben Gemeinden auf Lanzarote haben gemeinsam mit der Inselregierung gestern beschlossen, alle Veranstaltungen bis Ende September abzusagen.

Darunter fallen sämtliche Sportevents, Fiestas und zum Teil auch die Wochenmärkte.

Zu der Entscheidung hat nicht nur die Gefahr von Neuinfektionen beigetragen, auch die finanzielle Situation der Gemeinden hat sich durch gestiegene Arbeitslosigkeit und geringere Steuereinnahmen zum schlechteren verändert. Nur in der Gemeinde Teguise ist die Arbeitslosigkeit innerhalb von einem Monat um 25,5% gestiegen.

 

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