55 neue Infizierte unter Ärzten und Krankenpflegern

55 neue Infizierte unter Ärzten und Krankenpflegern

Das Resultat aus fehlenden Schutzausrüstungen in kanarischen Krankenhäusern sind 55 neue Infizierte unter Ärzten und Krankenschwestern innerhalb der letzten 24 Stunden.

Gestern waren es noch 95 neue Patienten die im Gesundheitsbereich auf dem Archipel tätig sind, heute sind es 150.

Der Großteil ist zwischen 40 und 49 Jahre alt und weiblich.

Die neuen Infizierten brauchen nicht alle eine stationäre Behandlung im Krankenhaus, die Symptome ermöglichen eine Behandlung unter Quarantäne zu Hause, in Krankenhäusern fehlt ihre dringend benötige Arbeitsleistung trotzdem. 22,8% der Ärzte und Krankenschwestern auf den Kanarischen Inseln hat sich mit Corona infiziert, auf dem spanischen Festland liegt ihre Zahl bei 12%.

Eine einstweilige Verfügung der Ärztekammer ist vom Obersten Spanischen Gerichtshof abgelehnt worden, in der die Ärztekammer eine Lösung innerhalb von 24 Stunden gefordert hat um ihre Mitglieder vor Infektionen zu schützen.

In allen spanischen Autonomien fehlt es an entsprechender Schutzkleidung, Handschuhen und Mundschutzen für Sanitätsmitarbeiter.

Auf den Kanarischen Inseln hat die Situation bereits eine Personalie gefordert. Die bisherige Gesundheitsministerin Teresa Cruz wird mit sofortiger Wirkung Julio Pérez ersetzt, der bisher als Minister Justiz und Sicherheit im Kabinett von Präsident Ángel Victor Torres tätig war.

Militär führt erste Verhaftungen durch – Seitdem eine einstweilige Ausgangssperre in Spanien gilt, patrouilliert das Militär zusammen mit Guardia Civil Beamten und Policia Local auf den Straßen. Das dieses Organ des Staates durchaus alle Befugnisse besitzt haben gestern in Vecindario auf Gran Canario eine Gruppe von Jugendlichen bemerkt, die sich über die Ausgangssperre hinweggesetzt haben.

Zwischen einer Gruppe von 15 Personen ist es zu einem Streit in einem besetzten Haus gekommen. Während des Einsatzes der Beamten konnten verschiedener Mitglieder der Gruppe flüchten.

Die Soldaten konnten mit Hilfe von Hunden drei Mitglieder der Gruppe in der Calle Guayedra stellen, unter den Jugendlichen ein Marokkaner und zwei Uruguayer.

Es ist das erste Mal seit dem Ende der Diktatur in Spanien, dass Soldaten Bürger wegen Verstößen gegen das Gesetz verhaften.

Steuerrückzahlungen – An den Fristen für Steuererklärungen in Spanien wird nichts geändert. Wohl aber an den Fristen für die Rückzahlungen. Ab dem 1. April können Steuererklärungen beim spanischen Finanzamt eingereicht werden.

Am 30. Juni endet die Frist für die sogenannte „Renta 2019“.

Die Rückzahlungen sollen wegen der aktuellen „Corona-Virus“-Krise aber bereits ab dem 3. April beginnen. Im Schnitt sind bei 70% der Steuererklärungen in Spanien Rückzahlungen an die Steuerzahler fällig, für die betroffenen Bürger mit Steuernachzahlungen hat die spanische Regierung eine Frist bis Ende Juni eingeräumt und die Summe entweder als Einmalzahlung oder in Raten vom Konto abbuchen. 90% der Steuerzahler reichen ihre Steuererklärung mittlerweile Online ein.

Eine Steuererklärung ist für alle obligatorisch die in 2019 mehr als 14.000 Euro eingenommen haben, bei verheirateten Paaren liegt das Limit bei 22.000.

Kurzarbeit in Spanien – Die größte spanische Kaufhauskette El Corte Inglés schickt 26.000 Mitarbeiter komplett in Kurzarbeit und garantiert mit Hilfe von Staatshilfen eine Lohnfortzahlung von bis zu 100%.

Betroffen sind Mitarbeiter der Kaufhäuser, der Lagerhallen und der Reiseagentur von El Corte Inglés.

Die Angestellten der Supermärkte der Kette sind nicht davon betroffen, diese sind weiterhin geöffnet. Auch andere Unternehmen haben bereits tausende Angestellte in Kurzarbeit geschickt, darunter der Automobilhersteller SEAT, Burger King oder Dominos Pizza mit Mitarbeiterzahlen zwischen 14.000 und 22.000 Mitarbeitern.

Hotels für Transport, Militär und Sanitär – 14 Hotels auf den Kanarischen Inseln werden wieder geöffnet, 370 Hotel insgesamt in Spanien. Diese Etablissements werden in vollem Umfang betrieben um in der Corona-Krise allen Beamten von Staatsorganen und Mitarbeitern im Gesundheitswesen oder Transport eine Unterkunft und Verpflegung zu gewährleisten.

Auf dem Archipel werden 14 Hotels geöffnet, fünf auf Teneriffa, zwei auf Gran Canaria, drei auf Fuerteventura, zwei auf Lanzarote und jeweils eins auf La Gomera und El Hierro.

Diese Übernachtungsmöglichkeiten stehen außerdem für Mitarbeiter von Telekommunikations-, Strom- und Gasunternehmen zur Verfügung die wegen Wartungs- oder Installationsarbeiten ihren Wohnort verlassen müssen.

Touristen die bisher nicht die Heimreise antreten konnten, sollen ebenfalls in diesen Hotels unterkommen. 

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