Ausgangssperre Coronavirus

Ausgangssperre

Für ganz Spanien gilt weiterhin eine Ausgangssperre. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen soll die Mobilität und der Kontakt mit Mitmenschen auf ein Minimum beschränkt werden. Der Kauf von Lebensmitteln oder Medikamenten soll alleine erfolgen.

Arztbesuche, Arbeitsfahrten und die Versorgung von pflegebedürftigen Personen sind weiterhin möglich. Bankbesuche sind davon ebenfalls nicht betroffen. Der öffentliche Nahverkehr ist um 50% reduziert.

Die Bevölkerung wird ausdrücklich dazu aufgerufen keine Hamsterkäufe zu tätigen und das Haus oder die Wohnung nur zu Verlassen, wenn es dringend notwendig ist. Die Polizei führt Stichproben für die Einhaltung der Ausgangssperre durch, sowohl auf öffentlichen Straßen als auch in Gewerben. Es werden Bußgelder zwischen 500€ und 2.000€ verhängt.

Der Transport von Gütern und Lebensmittel wird weiterhin durchgeführt.

Es gibt ausreichend Lebensmittel in den Supermärkten. Die teilweise leeren Regale sind verursacht durch den schnellen Einkauf von Mitmenschen, die sich aus Panik wegen der Situation, bevorraten. Auch hier ist Solidarität gefragt.

Nicht jede Familie ist in der Situation 300 bis 400 Euro für einen Einkauf auszugeben. Mit den Gerüchten, es wird auf den Kanarischen Inseln keine Lebensmittel mehr geben räumt Carlos Martín, Mitarbeiter bei Boludo Navieras, in einer Mitteilung auf: …es ist nicht war, dass keine Containerschiffe in den Häfen der Insel anlegen. Container und Produkte werden weiterhin geliefert, täglich werden tausende Container verladen. Hört auf den Keller mit Lebensmittel zu füllen. Es gibt Familien die nicht die finanziellen Mittel haben hunderte Euro im Supermarkt auszugeben. Diese Familien stehen mit 40, 50 Euro im Supermarkt und finden keine Lebensmittel mehr. Vom Festland werden die Lieferung für Konserven und Lebensmittel mit langem Haltbarkeitsdatum verstärkt, weil in den letzten Tagen von diesen Produkten zehnmal so viel verkauft worden ist als sonst. Es werden immer Lebensmittel zur Verfügung stehen und auch ausreichend geliefert werden. Soweit Carlos Martín, Mitarbeiter des Logistikunternehmens Boludo Naviera.

Die Supermarktkette Mercadona hat auf die aktuelle Situation reagiert und fordert seine Kunden ebenfalls auf, auf Hamsterkäufe zu verzichten. In den vergangenen Tagen hatte das Personal Schwierigkeiten die Regale in der gleichen Geschwindigkeit wieder aufzufüllen, in der die Kunden sie beim Einkaufen geleert haben.

Während dessen hat sich die Zahl der mit Coronavirus infizierten Menschen in Spanien in wenigen Tagen verdoppelt, innerhalb von 24 Stunden sind 136 Patienten mit Covid-19 Erkrankung gestorben. Aktuell sind in Spanien 7.753 Menschen mit dem Virus infiziert. Die Zentralregierung will Steuerzahlungen aussetzten und Unternehmen und Selbständigen die Sozialversicherung bis zum Ende der Krise stunden. 

Die Regionalregierung will den Luftverkehr weitestgehend einschränken. Während der Ausgangssperre soll nur noch Gesundheitspersonal und Sicherheitskräfte zwischen Inseln hin und herfliegen. Für Passagiere soll die Heimreise weiterhin möglich sein. Die Flughäfen sollen nicht geschlossen werden um den Transport von Gütern weiterhin zu ermöglichen.

Bisher gibt es auf dem Archipel nur auf El Hierro keinen Fall von Corona. Auf allen anderen Inseln gibt es Patienten mit dem Virus der die Lungenkrankheit Covid-19 verursachen kann – 70 auf Teneriffa, 20 auf Gran Canaria, drei Fälle auf Lanzarote, drei auf Fuerteventura, fünf auf La Palma und drei auf La Gomera.  Von den insgesamt 75 Patienten die positiv auf das Coronavirus auf den Kanarischen Inseln getestet worden sind, konnten nach einer Quarantänezeit bereits sechs als geheilt entlassen werden.

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