Corona Virus - Airports und Häfen geschlossen

Flughäfen auf den Kanarischen Inseln schließen weitestgehend.

In den Häfen auf dem Archipel dürfen nur noch Schiffe mit Warenlieferungen anlegen.

Diese Entscheidung hat die Regionalregierung gestern veröffentlicht um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Von gestern auf heute ist die Zahl der infizierten Personen in der kanarischen Autonomie um 75 auf 220 gestiegen. Ab heute gibt es statt 115 Flugverbindungen täglich zum spanischen Festland nur noch 17.

Geflogen werden darf nur noch in Ausnahmefällen: Rückreisen zum Heimatort, Pflege von Familienangehörigen oder Arbeitsreisen sind erlaubt. Alle Passagiere die auf dem Archipel ankommen, werden am Flughafen einer Gesundheitskontrolle unterzogen. Passagiere, die von den Kanarischen Inseln aufs spanische Festland fliegen oder zu anderen Zielen in Europa, sind von der Kontrolle nicht betroffen. Die deutsche Regierung organisiert zusammen mit der Fluggesellschaft Condor Heimflüge für gestrandete Touristen auf den Kanarischen Inseln. Dafür ist eine Registrierung auf der Webseite https://www.condor.com/tca/de/fly-home notwendig.

Bereits gestern sind von Gran Canaria sieben Maschinen von Gando aus zu sieben deutschen Flughäfen gestartet. Heute sind drei Maschinen von Fuerteventura aus geplant. Morgen fliegt Condor von Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote zu sieben deutschen Airports. Eine entsprechende Liste von Flügen ist auf der Webseite von Condor ebenfalls veröffentlicht.

Kollaps auf Gando – Touristen aus allen möglichen Teilen Europas standen gestern auf dem Flughafen auf Gran Canaria Schlange um nach Hause zurück zu kehren. Von Sicherheitsabstand oder anderen Vorkehrungen um eine Ansteckung durch das Coronavirus zu vermeiden war nichts zu sehen.

Dicht gedrängt waren vielen von ihnen die Sorgenfalten ins Gesicht geschrieben. Geplant fliegen konnte nur ein Teil von ihnen. Ähnliche Bilder waren auch auf anderen Flughäfen zu sehen.

Regionalregierung und Gesundheitsamt haben gestern nochmal an die Bevölkerung appelliert und jeden einzelnen Bürger aufgefordert, sich an die sanitären Vorgaben während der Ausgangssperre zu halten. Dazu gehört auch ein entsprechender Mindestabstand zu seinen Mitmenschen von mindestens 1,5 Metern, besser 2 Meter, einzuhalten.

Innerhalb Europas sorgen die Regierungen und Fluggesellschaften dafür, alle Touristen geordnet nach Hause zu bringen. Bis dieser Vorgang abgeschlossen ist, kann es bis zu 10 Tagen dauern. Betroffene Touristen werden aufgefordert Ruhe zu bewahren und Verständnis für die außergewöhnliche Situation aufzubringen.  

Spanische Fußballliga vor dem Aus – Den spanischen Fußballigen droht wegen des Coronavirus das Aus in der aktuellen Saison. Das hat der Präsident der Real Federación Española de Fútbol, kurz RFEF, gestern bekannt gegeben.

Laut Luis Rubiales wird darüber wegen der aktuellen Lage intern diskutiert. Eine Entscheidung gibt es wegen der unübersichtlichen und schlecht einzuschätzenden Lage aber noch nicht. Sollte es zu einem vorzeitigen Ende der aktuellen Spielzeit kommen, sind zwei Szenarios denkbar. Entweder gibt es einen Schnitt am Ende der Hinrunde oder aber es zählen die erspielten Punkte bis zum Abbruch der Saison.

Eine dritte Möglichkeit die Saison doch noch zu beenden schloss Rubiales gestern auf einer Pressekonferenz nicht aus, konkrete Entscheidung könne es aber erst geben, wenn die aktuelle Situation konkret bewertet werden könne.

Atemmasken, Handschuhe und Brillen beschlagnahmt – Auf dem Flughafen Gando auf Gran Canaria sind gestern 22 Pakete beschlagnahmt worden. Ihr Inhalt besteht aus 11.000 Mundschutzen, die Adressaten sind auf Lanzarote zu finden.

Bei der Aktion handelt es sich um Maßnahme des spanischen Staates, um die Versorgung des Gesundheitspersonals sicherzustellen. Ähnliche Aktionen gab es auch auf dem Flughafen in Madrid und Barcelona.

Gestern sind in Spanien insgesamt 70.000 dieser Mundschutze sichergestellt worden, außerdem 5.000 Schutzbrillen und 5.000 Sicherheitshandschuhe. Beschlagnahmt werden wegen des Ausnahmezustands in Spanien Lieferungen von Atemmasken, Mundschutze, Schutzanzüge, Sicherheitsbrillen und Sicherheitshandschuhe.

2.500 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden – Während die Zahl der Neuinfektionen in der kanarischen Autonomie noch überschaubar ist, stehen andere Regionen in Spanien bereits kurz vor dem Kollaps im Gesundheitssystem. Am schlimmsten sind die Zustände rund um die Region Madrid.

Zwei Drittel der Todesfälle wegen Covid-19 in Spanien konzentrieren sich in der Hauptstadt. Laut einem Arzt im Hospital de Henares, einem Vorort von Madrid, kommt es bereits in einer Woche zu einer Katastrophe in dieser Region, wenn die Neuinfektionen weiterhin so zunehmen, wie in den vergangenen Tagen.

Alleine in diesem Krankenhaus kommen pro Tag 180 Patienten mit Coronavirus Infektion in die Notaufnahme. Fast doppelt so viele wie sonst. Für andere Notfälle, wie Herzinfarkt, gibt es keine Betten mehr. Auch die Wiederbelebungsplätze sind umgerüstet um auf die Covid-19 Erkrankten reagieren zu können.

Dem gegenüber stehen Meldungen der Regionalregierung von Madrid, die immer wieder den reibungslosen Ablauf im Gesundheitssystem zur Corona-Krise loben.

Spanienweit gibt es heute mehr als 14.000 mit dem Corona Virus infizierte Personen, 5.717 Patienten werden im Krankenhaus behandelt, 744 auf Intensivstationen. Gestorben mit Covid-19 Erkrankung sind bisher in Spanien 598 Personen. 1.081 mit Corona infizierte Menschen konnten in Spanien als geheilt entlassen werden. 

 

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