Das Wunder von Madrid

Das Wunder von Madrid

In verschiedenen Tageszeitungen wird heute vom Infektionsverlauf in der spanischen Hauptstadt berichtet.

Nachdem im September 40% aller Neuinfektionen in Spanien aus Madrid gemeldet wurden, ist die Stadt am 25. September abgeriegelt worden.

Die 7-Tages Inzidenz lag zwischenzeitlich bei 813 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Mit fünf Millionen Antigentests hat die Stadtverwaltung eine massive Testoffensive gestartet und je nach Ergebnis einzelne Stadtviertel in Quarantäne geschickt. Heute liegt die 7-Tages Inzidenz unter der von Berlin, London, Paris, Rom und Brüssel. An den Ergebnissen gibt es auch Kritik, die Stadtverwaltung von Barcelona zweifelt die Zahlen von Madrid an.

Trotzdem sprechen, wenn nicht die Fallzahlen, dann doch die Krankenhauszahlen eine deutliche Sprache. In Madrid wurden im September noch 2.500 Patienten täglich wegen Covid-19 in Kranhäuser eingewiesen. Heute liegt diese Zahl bei 238. Die 7—Tages Inzidenz liegt auf den Kanarischen Inseln heute bei 35,8 pro 100.000 Einwohner.

Neue Einreiseverordnung – Für eine Einreise nach Spanien ist ab Montag ein negativer Corona Test erforderlich. Bisher war nur eine Anmeldung auf der spanischen Internetseite des Gesundheitsministeriums notwendig. Mit dem QR Code, den Reisende nach Anmeldung erhalten, ist die Einreise nach Spanien noch bis Sonntag problemlos möglich.

Ab dem 23. November wird der negative Corona Test am Flughafen bei der Ankunft kontrolliert.

Er darf nicht älter als 72 Stunden sein und muss in Englisch oder Spanisch verfasst sein. An verschiedenen deutschen Flughäfen gibt es die Möglichkeit für deutsche Urlauber gegen Gebühr einen Corona-Test zu machen, darüber hinaus bieten auch diverse Reiseveranstalter einen ähnlichen Service, der auf dem Postweg direkt nach Hause geschickt wird.

Die Preise für einen Test bewegen sich zwischen 59 Euro und 149 Euro. Passagiere die an spanischen Flughäfen ohne negativen Corona Test einreisen werden vor Ort getestet und mit Geldstrafe von mindestens 3.000 Euro belegt.

Neuer Bußgeldkatalog - Mit einem neuen, härteren Bußgeldkatalog startet das spanische Verkehrsministerium ins Jahr 2021. Ab dem 2. Januar werden Autofahrer mit sechs statt wie bisher drei Punkten sanktioniert, wenn sie das Mobiltelefon am Steuer benutzen.

In Städten werden auf Straßen mit nur einer Fahrspur in beide Richtungen die Höchstgeschwindigkeit von 50km/h auf 30km/h reduziert. Wer auf Sicherheitsgurt, Kindersitz oder Helm verzichtet bekommt vier statt wie bisher drei Punkte auf sein Konto. Radarwarngeräte um Geschwindigkeitskontrollen zu umgehen kosten Autofahrer 500 Euro Bußgeld und drei Punkte.

In Einbahnstraßen darf in Spanien ab Januar maximal 20km/h gefahren. In die ab 2021 geltenden Vorschriften sind auch E-Roller und Segways mit aufgenommen. Für sie gilt neben einer maximalen Höchstgeschwindigkeit auch ein Fahrverbot auf Bürgersteigen und in Fußgängerzonen.

Kostenlose Corona Tests für Studenten – Die Inselregierung von Fuerteventura startet als erste mit einer gratis Testkampagne für rückkehrende Studenten zur Weihnachtszeit. Entsprechende Termine können entweder telefonisch unter der Telefonnummer 928-862149 von Montag bis Freitag vereinbart werden oder per Email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Sowohl Studenten von Universitäten auf dem Festland als auch von den beiden Unis in Las Palmas auf Gran Canaria oder Santa Cruz auf Teneriffa müssen bei der Ankunft auf Fuerteventura über einen negativen Corona-Test verfügen.

Mit der Aktion will Fuerteventura einer möglichen Corona Welle in den Weihnachtsferien vorbauen und alle Studenten kostenlos auf das Virus testen. Ähnliche Aktionen sind auch auf allen anderen Inseln geplant. Informationen dazu gibt es heute noch nicht.

Steigende Arbeitslosigkeit – 8.207 Erwerbsfähige haben sich im Oktober auf den Kanarischen Inseln arbeitslos gemeldet. Das entspricht einem Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Provinz von 3,23%. Im Vergleich zum gleichen Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit auf den Kanarischen Inseln um knapp 25% gestiegen.

Betrachtet man den Graphen der Arbeitslosigkeit, verläuft die Kurve ab 2013 mit rund 300.000 Arbeitslosen stetig nach unten bis Februar 2020 auf einen Wert von 210.000 Arbeitslosen. Dann steigt die Kurve wegen der Pandemie so steil an wie selbst zur Wirtschaftskrise 2008 nicht.

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben auf den Kanarischen Inseln rund 45.000 Erwerbsfähige ihren Job verloren. 

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