Die Freude kehrt zurück

Die Freude kehrt zurück

Auch der Mundschutz konnte die Euphorie und die Zuversicht bei mehr als 160.000 Schülern auf den Kanarischen Inseln nicht schmälern.

Nach rund sechs Monaten ohne Unterricht gab es gestern „Normalbetrieb“ unter neuen Voraussetzungen an den Schulen. Sechs Monate in denen Aulas, Gänge und Klassenräume menschenleer waren – gestern erfüllte Lachen und Geschrei die Schulgebäude.

Trotzdem kamen gestern rund 30% der angemeldeten Schulkinder nicht zum Unterricht. Die Corona Pandemie und dessen Folgen haben in der Bevölkerung für einen Vertrauensverlust gesorgt. Besorgte Eltern wollen die ersten Tage abwarten, bis sie ihre Kinder wieder zum Unterricht schicken.

Auf Lanzarote startet der Unterricht für die Vor- und Grundschüler heute. Ebenso der Unterricht für die weiterführenden Schulen auf dem Archipel.

Calima kehrt zurück – Die Kanarischen Inseln leiden wieder unter heißen Temperaturen, trockener Luft und hohem Feinstaubanteil. Das Wetterphänomen Calima sorgt heute für Temperaturen von bis zu 35 Grad.

Besonders betroffen sind Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura.

Die Hitzeampel ist von den Meteorologen des spanischen Wetterdienstes AEMET auf Gelb gesetzt worden. Damit verbunden gilt eine Gesundheitswarnung: Sport nur am Morgen oder Abend und die Mittagsstunden in der Sonne meiden.

Der Einfluss von Calima ist bis heute Abend spürbar. Ab Morgen sinken die Tageshöchstwerte wieder in Richtung 25 Grad.

Weniger Neuinfizierte – Die Testergebnisse des Gesundheitsamtes geben wieder Grund zur Hoffnung: gestern gab es sowenig Neuinfizierte wie seit 28 Tagen nicht mehr. 135 Personen sind gestern positiv auf das Corona Virus getestet worden.

Zusammen mit 257 Personen die ihre Quarantänezeit gestern beendet haben ergibt sich ein insgesamter Rückgang beim Gesamtergebnis.

Es ist nur eine Tagesaufnahme, trotzdem ist der Rückgang signifikant. Die sieben Tage Inzidenz liegt heute bei 72,95 – auch dieses Ergebnis unterstreicht die Wirkung der seit rund 14 Tagen geltenden Maßnahmen der Regierung. Kurz vor Reisewarnung der deutschen Regierung für die Kanarischen Inseln lag dieser Wert bei 94.

Aktuell sind auf den Kanarischen Inseln rund 6.000 Personen positiv auf das Corona Virus getestet worden, die meisten Fälle gibt es weiterhin in Las Palmas auf Gran Canaria, gefolgt von Santa Cruz auf Teneriffa.

Immobilienmarkt mit schlechten Ergebnissen – Im Juli sind auf den Kanarischen Inseln 1.143 Immobilienobjekte verkauft worden – 54,8% weniger als im gleichen Vorjahresmonat. Pro 100.000 Einwohner entspricht das aktuelle Ergebnis 63 Haus- oder Wohnungskäufen.

Der Trend geht aktuell in Richtung Gebrauchtimmobilie, nur 238 Käufer haben ein neugebautes Objekt erworben. Spanienweit hat der Immobilienmarkt im Juli um 32,4% an Volumen verloren.

Neue Regelung für Eltern von infizierten Kindern – Das Bildungsministerium in Madrid überprüft einen neuen Vorschlag, um Eltern von infizierten Kindern die Möglichkeit zu geben von ihrer Arbeitsstelle fern zu bleiben. Bisher gibt es diese Möglichkeit für Eltern nicht.

In der Vergangenheit haben Kinder mit leichten Grippesymptomen auch deswegen am Unterricht teilgenommen, weil beide Elternteile arbeiten mussten.

„Sicherheit und Gesundheit beginnen zu Hause“, so Isabel Celaá, Bildungsministerin Madrid, in einem Interview mit dem Radiosender Cadena Ser. Ab diesem Schuljahr sollen Eltern die Möglichkeit erhalten, ihre Kinder während einer Krankheit oder einer Quarantäne zu Hause zu betreuen.

Diskutiert werden in Madrid eine Form von bezahltem Urlaub oder eine entsprechende Krankschreibung, die mit der Krankschreibung des zu betreuenden Kindes erfolgt.

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