Die neue Normalität

Die neue Normalität

Keine Servietten auf den Tischen, kein Salz und Pfeffer, keine Karte – die Erfahrungen die wir ab dem 11. Mai in Bars und Restaurants sammeln werden, werden neu sein.

Der Weg weg von Ausgangssperre und Alarmzustand ist geebnet und nach sechs Wochen die Zeit in den eigenen vier Wänden tot schlagen ist auf den Kanarischen Inseln vorbei.

Erlaubt sind anhand eines Stundenplans je nach Altersklasse bereits Spaziergänge und Sport im Freien. Heute öffnen bereits kleine Geschäfte mit einer Ladenfläche von unter 400m². Dort müssen Termine für Kunden vergeben werden, für Personen über 65 Jahre gibt es eine eigene feste Öffnungszeit.

Auch Friseure haben seit heute wieder geöffnet. Besonders bei ihnen ist die Umsetzung der Auflagen besonders herausfordernd. Sie sollen laut den Anweisungen des Gesundheitsamtes zwei Meter Abstand zu ihren Kunden halten, oder über entsprechende Schutzkleidung verfügen. Märkte finden ab dieser Woche ebenfalls wieder statt.

Zwischen den Ständen muss mehr Abstand gehalten werden und innerhalb der Stände dürfen nur 25% der maximalen Kundenzahl bedient werden. Die nächste Stufe der Lockerung tritt ab dem 11. Mai in Kraft, dann mit der Möglichkeit bis zu 10 Personen maximal zu Hause zu empfangen, egal ob im Wohnzimmer oder im eigenen Garten.

7.000 Festnahmen am Sonntag – Die Lockerung der Ausgangssperre haben in Spanien und auf den Kanaren gestern tausende Bürger missverstanden. 119 Personen sind festgenommen worden, Bußgeld droht rund 16.500 Bürgern in Spanien.

In den meisten Fällen sind Gruppen sanktioniert worden, wie z.B. Fahrradfahrer oder Jogger, die nicht wie gefordert individuell unterwegs waren oder sich an die vorgeschriebenen Zeiten für ihre Altersgruppe gehalten haben.

Alleine in Las Palmas auf Gran Canaria sind 150 Personen deswegen zur Kasse gebebten worden.

Weiteres Flüchtlingsboot vor Fuerteventura – 40 Seemeilen südwestlich von Fuerteventura hat die Küstenwache 50 Flüchtlinge gerettet. Sie waren in einem Festrumpfschlauchboot zu den Kanarischen Inseln unterwegs und hatten die afrikanische Küste vor zwei Tagen verlassen. An Bord befanden sich 16 Frauen, 35 Männer und zwei Babys.

Eine Hilfsorganisation bei El Aaiún in Marokko hatte die spanischen Behörden über das Flüchtlingsboot informiert. Die genaue Position ist von einem Aufklärungsflugzeug der Küstenwache bereits am Samstag bestimmt worden. Alle Flüchtlinge befanden sich in einem guten gesundheitlichen Zustand.

Die Stabilität der Kurve – In den letzten Wochen ist so oft von einer Kurve gesprochen worden wie noch nie, seit dem Infektionszahlen zentral erfasst werden. Auch nicht, als in der Grippesaison 2018/2019 besonders viele Menschen mit dem Influenza A Virus erkrankt sind und stationär behandelt werden mussten.

Die Zahl, die in den letzten Wochen die Titelseiten der Tageszeitungen für sich reserviert hatte, war die insgesamte Zahl der seit Beginn der Pandemie mit dem Virus infizierten Personen.

Jetzt löst die Zahl der aktuell mit dem Virus infizierten Personen diesen Wert ab.

In Spanien werden insgesamt noch 98.564 Patienten mit Corona Infektion behandelt, die Zahl der genesenen Personen hat die Zahl der unter Behandlung stehenden Patienten bereits überschritten, auf den Intensivstationen der spanischen Krankenhäuser werden heute weniger als 10.000 Patienten mit Covid-19 Erkrankung behandelt.

Im Vergleich der einzelnen spanischen Autonomien sind die Provinzen sehr unterschiedlich von Corona und Covid-19 betroffen, vor allen in Madrid und Barcelona waren die Krankenhäuser über Wochen hinweg weit über ihre Kapazitäten hinweg im Einsatz.

Auf den Kanarischen Inseln werden heute 1.059 Personen mit Corona Infektion behandelt, 0,1% der Gesamtbevölkerung der Kanaren hat sich seit Beginn der Pandemie mit dem Virus infiziert.

Stundenplan für Sport und Spaziergänge – Sport und Spaziergänge können zwischen 6.00 Uhr morgens und 10.00 Uhr und zwischen 20.00 Uhr und 23.00 Uhr getätigt werden. Personen älter als 70 Jahre dürfen zwischen 10.00 Uhr und 12 Uhr nach draußen und zwischen 19.00 Uhr und 20.00 Uhr.

Kinder unter 14 Jahren in der Zeit zwischen 12.00 Uhr und 19.00 Uhr.

Genutzt werden darf dafür alle öffentlichen Straßen und Wege, die Natur und der Strand. In einigen Gemeinden ist der Strandabschnitt aber weiterhin nicht zugänglich.

Diese Lockerung gilt nur innerhalb der eigenen Gemeinde des Wohnsitzes. Sport und Spaziergänge beginnen von der eigenen Wohnadresse aus, das eigene Auto oder öffentliche Verkehrsmittel dürfen dafür nicht verwendet werden.

Maskenpflicht gibt es nicht, das Tragen wird aber ausdrücklich empfohlen.

Zeitlich begrenzt sind die Aktivitäten an der frischen Luft nur von den Zeiten für Altersgruppen, innerhalb dieser darf sich so viel bewegt werden wie es die Wünsche und Bedürfnisse jedes einzelnen zulassen.

Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern sind davon ausgenommen, dort können sich Bürger bis zu 17 Stunden außerhalb ihres Grundstückes aufhalten.

 

 

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