Endlich wieder Strand

Kanaren - Endlich wieder Strand

Phase 2 der Lockerungen ist für alle Kanarischen Inseln zum Greifen nahe.

Also die Phase in der Strandbesuche wieder erlaubt sind, selbst wenn sie nur zum Zeitverbringen sind – die Phase in der das Joggen keinen Blick auf die Uhr mehr braucht oder das im Wasser stehen auch keine Erklärungen mehr benötigt. Dieser Zustand soll ab Montag für alle Kanaren eintreten.

Entschieden ist es noch nicht, bisher gilt weiterhin Phase 1, aber eine erste Besprechung mit Analyse der Infektionsfälle deutet daraufhin. Am Freitag soll die offizielle Entscheidung gefällt werden.

Alarmzustand verlängert – Abgestimmt hat das spanische Parlament in Madrid gestern über eine Verlängerung des Alarmzustands. Dieser ist um 15 Tage bis 6. Juni verlängert worden.

Das Stimmergebnis zeigt aber deutlich, dass bei weitem nicht mehr alle Regierungsvertreter hinter der Entscheidung stehen, Ministerpräsident Pedro Sanchez die Entscheidungsgewalt für das ganze Land zu übertragen.

Der Alarmzustand verschiebt die Rechte der Autonomien hin zur Zentralregierung in Madrid und versetzt Sanchez in eine Position der alleinigen politischen Entscheidungsgewalt für das ganze Land.

177 Abgeordnete haben für eine Verlängerung gestimmt, 162 Abgeordnete waren gestern gegen eine Verlängerung, 9 Abgeordnete haben sich enthalten. Mit lediglich drei Stimmen mehr als notwendig gilt der Alarmzustand in Spanien jetzt bis zum 7. Juni. Von Einstimmigkeit wie kurz nach Ausbrechen der Corona-Krise ist das Ergebnis von gestern sehr weit entfernt.

Wieviel Überzeugungsarbeit Sanchez für diese Verlängerung leisten musste, zeigt die Länge der Gespräche hinter verschlossen Türen. Mit den Vertretern der Parteien Ciudadanos und Esquerra hat Sanchez bis in die frühen Morgenstunden verhandelt.

Maskenpflicht in Spanien – Für Zonen in denen ein Abstand von zwei Metern zischen den Besuchern nicht eingehalten werden kann, gilt ab heute eine Maskenpflicht. Auch diese neue Verordnung fällt unter den Bußgeldkatalog und kann mit bis zu 30.000 Euro bestraft werden.

Die Sicherheitskräfte sind aber angehalten bei der Durchsetzung der neuen Verordnung „pädagogisch“ vorzugehen und die Bürger in den kommenden Tagen auf die neue Verordnung hinzuweisen. Mit diesen Worten hat es der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska gestern bekannt gegeben.

Maskenpflicht besteht nicht bei Aktivitäten wie Fahrradfahren oder Joggen, beim Einkauf in Supermärkten oder beim Besuch von Einkaufszentren ist das Tragen aber ab sofort Pflicht.

Corona ist mit einer Grippewelle nicht zu vergleichen – Den Zweiflern an der Corona Pandemie ist in diesen Tagen der Zahn gezogen worden. Das Virus und dessen Folgen ist mit einer normalen Grippewelle nicht zu vergleichen. Das zeigen aktuelle Todeszahlen in Spanien.

Während in Deutschland die Zahl der gesamten Todesfälle in diesen Wochen, verglichen mit dem gleichen Vorjahreszeitraum, annährend ähnlich verlaufen, liegen sie in Spanien doppelt so hoch. Die Ursache dafür liegt in den Gesundheitssystem der einzelnen Länder und deren Kapazitäten.

In Spanien gibt es im Zeitraum zwischen 17. März und 19. April fast doppelt so viele Todesfälle insgesamt als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Kritisiert wird von verschiedenen Seiten die Reaktionszeit der Regierung auf das Virus. Obwohl bereits tausende Fälle infizierter Personen bekannt waren, hat Spanien nur sehr langsam reagiert. Erst Mitte März sind Schulen und Universitäten geschlossen worden.

Unstimmigkeit herrscht weiterhin bei der Erfassung der Toten- und Infizierten in Spanien. Bis zum 17. April sind bestätigte Verdachtsfälle erfasst worden, seitdem 18. April ist die Zählmethode geändert worden. Seitdem werden nur noch Ergebnisse von PCR-Tests, also Rachen Abstriche, in die Statistik mit aufgenommen.

Keine Veranstaltungen bis Oktober – Vertreter der sieben Gemeinden auf Lanzarote haben gemeinsam mit der Inselregierung beschlossen, alle Veranstaltungen bis Ende September abzusagen. Darunter fallen sämtliche Sportevents, Fiestas und zum Teil auch die Wochenmärkte.

Zu der Entscheidung hat nicht nur die Gefahr von Neuinfektionen beigetragen, auch die finanzielle Situation der Gemeinden hat sich durch gestiegene Arbeitslosigkeit und geringere Steuereinnahmen zum schlechteren verändert. Alleine in der Gemeinde Teguise ist die Arbeitslosigkeit innerhalb von einem Monat um 25,5% gestiegen.

 

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