Kurzarbeit so lange wie nötig

Kurzarbeit so lange wie nötig

Für den Präsidenten der Kanarischen Inseln war es die wichtigste Nachricht gestern: das Kurzarbeitergeld wird so lange wie nötig verlängert.

Diese Aussage hat Yolanda Díaz, Arbeitsministerin in Madrid, gestern getroffen. Zudem soll das Kurzarbeitergeld (ERTE) auch bei 70% des normalen Lohns bleiben und nicht wie eigentlich üblich, nach 180 Tagen auf 50% fallen.

Bisher ist es nur eine Aussage, es fehlt eine definitive Einigung mit Unterschrift. Diese soll am Freitag oder Anfang der kommenden Woche erfolgen.

Frau steigt trotz Corona Erkrankung ins Flugzeug – Der Fall einer jungen Frau aus Peru steht für die Ignoranz in Coronazeiten: die 26-jährige ist trotz positiver Ergebnisse in einen Flieger zwischen Gran Canaria und Teneriffa gestiegen, eine verordnete Quarantäne lehnt sie ab.

Bei einer Freundin in Santa Cruz auf Teneriffa konnte sie nach dem sie ihr positives Testergebnis mitgeteilt hat nicht bleiben und ist in ein Hostel in der Inselhauptstadt gezogen.

Ein Richter hat angeordnet die 26-jährige im Krankenhaus unter Aufsicht zu betreuen. Polizei und Gesundheitsamt versuchen alle bisherigen Kontakte der Infizierten zu ermitteln.

Lehrer sehen kaum Chancen auf Präsenzunterricht – Einem Schulbeginn am 15. September sehen die Lehrkräfte auf den Kanaren mit mehr offenen Fragen als Antworten entgegen. Die Gewerkschaft der Lehrer hat gestern den Begriff „Unmöglich“ verwendet, um das neue Schuljahr mit Unterricht in den Klassenräumen zu beginnen.

Für den Online Unterricht fehle es laut der Gewerkschaft ebenfalls an Ressourcen. Es könne weder das vorgeschriebene Protokoll für Abstands und Hygieneregeln an allen Schulen eingehalten werden, dafür fehlt es in vielen Einrichtungen weiterhin an Platz und Personal, noch gebe es ausreichend Kapazität und Personal um mit Online-Unterricht den Lehrplan zu erfüllen.

Das geht aus einem Informationsschreiben hervor, das von vier Gewerkschaften unterzeichnet worden ist, darunter auch die beiden großen Gewerkschaften UGT und CCOO.

Am 10. September, fünf Tage vor dem bisher geplanten offiziellen Schulbeginn, wollen sich die Gewerkschaftsvertreter und Regierung zu Gesprächen treffen.

219 Neuinfizierte in 24 Stunden – Die Zahl der mit Corona infizierten Personen ist auf den Kanaren auf 4.426 Personen gestiegen. Damit liegt die Zahl der Infizierten pro 100.000 Einwohner bei 340,16. 214 Personen werden wegen Corona stationär behandelt, 33 auf Intensivstationen.

Rund 4.200 positiv getestete Personen sind wegen nur leichter Krankheitssymptome angehalten eine 14-tägige Quarantäne zu Hause zu verbringen.

Die meisten Coronavirus Fälle gibt es weiterhin auf Gran Canaria mit mehr als 3.000 Infizierten – Hotspot ist Las Palmas. Auf Lanzarote sind heute 390 Fälle aktiv, auf Fuerteventura sind es 93. Als genesen entlassen werden konnten auf Lanzarote gestern bereits 52, auf Fuerteventura 36 und auf Gran Canaria ein Patient.

El Hierro schließt Strände – Neben allen öffentlichen Sportanlagen, Parks, Spielplätzen und Märkten schließt die Insel El Hierro auch alle Strände, Bade- und Grillmöglichkeiten. Das berichtet die Tageszeitung „El Día“.

Auf El Hierro haben sich die Infektionszahlen am Montag mehr als verdoppelt.

Bei der Desinfektion von öffentlichen Plätzen hat die Inselregierung von El Hierro Unterstützung beim spanischen Militär angefordert. Außerdem hat die Inselregierung bis auf weiteres Kontrolluntersuchungen in den Gesundheitszentren ausgesetzt.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.