Neues Konzept für Kreuzfahrten

Neues Konzept für Kreuzfahrten

Reisen auf einem Kreuzfahrtschiff soll es auf den Kanarischen Inseln wieder ab Oktober geben.

Mit einem entsprechenden Konzept und Vorschriften für die Reedereien.

Gespräche dazu gibt es bereits intensiv zwischen Regierungsvertretern und den Verantwortlichen bei TUI.

Für Beginn und Ende der Kreuzfahren stehen die beiden Häfen La Luz auf Gran Canaria und Santa Cruz auf Teneriffa zur Verfügung. Die Kreuzfahrten finden innerhalb des kanarischen Archipels statt und nicht wie vor Beginn der Pandemie mit Zwischenstopps in Portugal oder Marokko.

Die Besatzung geht während der Reise nicht mehr von Bord und alle Passagiere weisen zu Beginn der Kreuzfahrt einen negativen PCR-Test vor. Die Passagierzahl ist zu Beginn im Oktober auf 1.300 begrenzt. Diese Zahl kann je nach Verlauf der ersten Wochen nach oben oder unten modifiziert werden.

Der Kreuzfahrtsektor hat seine Tätigkeit seit Beginn der Pandemie komplett eingestellt, erste Schiffe sollen Anfang Oktober wieder ihren Betrieb aufnehmen.

Schulbeginn in Gefahr – Heute beraten Vertreter der Regierung auf den Kanarischen Inseln über den ursprünglich geplanten Schulbeginn in fünf Tagen.

Auf dem Tisch liegen drei Möglichkeiten: wie geplant am 15. September zu beginnen, den Schulbeginn zu verschieben oder den Schulbeginn auf den Inseln Gran Canaria, Lanzarote und El Hierro mit einem späteren Datum beginnen zu lassen. Auf diesen drei Inseln gibt es im Vergleich zur Zahl der Einwohner die meisten Corona Infizierten.

Für die Vertreter der Bildungseinrichtung gibt es nur eine Möglichkeit: den Schulbeginn zu verschieben. Verschiedene Direktoren haben sich bereits an die Bildungsministerin Manuela Armas gewandt – trotz monatelanger Vorbereitungszeit sind die Schulen auf den Kanarischen Inseln, Stand heute, weder in der Lage Präsenzunterricht noch Onlineunterricht für alle Schüler anzubieten.

Es fehlt an Lehrkräften, Material und ausreichend Platz. Mit einer Entscheidung wird bis morgen Mittag gerechnet.

Heißester Ort in Spanien – Nirgendwo in Spanien war es gestern heißer als in Tasarte auf Gran Canaria. In der Gemeinde sind 39,5 Grad gemessen worden. Alarmstufe Gelb gilt heute wegen der heißen Temperaturen weiterhin, die Hitzewarnung des spanischen Wetterdienstes ist aber für die Kanarischen Inseln erstmal vorbei. Bereits in der Nacht war ein Rückgang der Temperaturen spürbar. Alarmstufe Gelb gilt heute für Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura mit Höchstwerten um 34 Grad.

Flüchtlinge in Hotels untergebracht – Sowohl auf Fuerteventura als auch auf Lanzarote sind Flüchtlinge vom afrikanischen Kontinent in Hotels untergebracht worden. Eine Entscheidung der Regionalregierung argumentiert mit der fehlenden Unterstützung der Zentralregierung in Madrid.

Rund 60 Flüchtlinge sind auf Lanzarote in einem Komplex in Puerto del Carmen untergebracht, auf Fuerteventura wohnen 74 Flüchtlinge in einem Hotel bei Corralejo.

Die Entscheidung stößt sowohl bei Vertretern von Flüchtlingshilfen als auch bei Vertretern des Hotelverbandes auf Kritik: das Bild, das bei Menschen in den Ursprungsländern entstehe, sei ein fatales Signal – so Pfarrer Angél Manuel Hernández, Vertreter der Mission „Cristiana Moderna“ die sich auf verschiedenen Inseln um Flüchtlinge kümmert.  Auch für die eigene Bevölkerung sind Flüchtlinge in 4-Sterne Hotels nur schwer zu erklären, so Hernández.

600 Flüchtlinge sind von „Cistiana Moderna“ seit Oktober 2018 versorgt worden, in leerstehenden Industriehallen oder ähnlichen Einrichtungen. Wegen Hygienevorschriften und Quarantäne ist die Unterbringung seit Beginn der Pandemie eine Herkulesaufgabe, zusätzlich steigt die Zahl der Flüchtlinge vom afrikanischen Kontinent stetig an. Am Wochenende haben 200 Flüchtlinge in acht Booten die Kanarischen Inseln erreicht.

Der Hotelverband kritisiert die Entscheidung der Regierung, Flüchtlinge in leerstehenden Hotels unterzubringen, ebenfalls. Die AsHotel Gruppe verbucht die Entscheidung als enormen Imageverlust für die Kanarischen Inseln als europäisches Reiseziel.

Mehr Polizeikontrollen – In Las Palmas auf Gran Canaria unterstützen Polizeibeamte in Zivil ihre uniformierten Kollegen um Abstands- und Hygienevorschriften in der Bevölkerung durchzusetzten.

Überprüft werden auch Öffnungszeiten und Kapazitätsgrenzen in der Gastronomie.

Gab es vor Wochen noch Anweisung auf Geldstrafen eher zu verzichten und auf mündliche Mahnungen zu setzten, sind die Beamten jetzt angehalten bereits beim ersten Verstoß Geldbußen zu verhängen.

In Las Palmas gibt es zurzeit die meisten Corona Infizierten auf den Kanarischen Inseln – von rund 3.500 aktiven Fällen sind rund 2.200 in der Inselhauptstadt registriert.

 

 

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