San Juan mit enormen behördlichen Vorkehrungen

San Juan mit enormen behördlichen Vorkehrungen

Johannistag oder Sommersonnenwende, so ist der 24. Juni uns eher bekannt.

In Spanien gibt es keine Nacht um die sich mehr Mythen ranken als die „Noche de San Juan“. Heute Nacht brennen wieder in verschiedenen kanarischen Gemeinden Feuer, zum Teil von Behördenseite organisiert, zum Teil wird diese Nacht auch von privater Seite zum Anlass für eine Feier genommen.

Für die Sicherheitsbehörden eine Mammutaufgabe in Zeiten von Corona. Im letzten Jahr waren z.B. rund 100.000 Personen alleine am Las Canteras Strand in Las Palmas zur Noche de San Juan zusammengekommen.

Auch in anderen Inselhauptstätten ist mit großen Menschenansammlungen zu rechnen – und diese gilt es laut der neuen Normalität zu vermeiden. Im Freien dürfen maximal 1.000 Personen zusammenkommen. Sowohl Policia Local als auch Guardia Civil und Policia Nacional sind heute tagsüber unterwegs und räumen zusammen mit Mitarbeitern des Zivilschutzes und der Feuerwehr vorbereitete Holzansammlungen um die Feuer zu verhindern.

Dringend Blutspenden benötigt – 300 Blutbeutel pro Tag werden in den medizinischen Einrichtungen auf dem Archipel benötigt. Heute wendet sich das Gesundheitsamt in verschiedenen Tageszeitungen an die Bevölkerung und ruft die Bevölkerung zum Blutspenden auf. Die Blutbanken in den Krankenhäusern sind auf einem so niedrigen Stand, das Gefahr besteht geplante Operationen zu verschieben. Mehr Infos und Adressen zum Blutspenden haben wir auf unserer Internetseite veröffentlicht. http://www3.gobiernodecanarias.org/sanidad/ichh/colectasi.asp?orden=2

Schlechte Luft – Ecologistas en Acción zu Folge haben 89% der kanarischen Bevölkerung im letzten Jahr verschmutzte Luft geatmet. Das Ergebnis resultiert aus lokalen Messwerten und Grenzwerten der Weltgesundheitsorganisation WHO.

An 59 Messstationen auf dem Archipel sind im letzten Jahr sowohl die Grenzwerte von Feinstaub, als auch die Grenzwerte für Stickstoffdioxid und Schwefeldioxid überschritten worden.

Vor allem Las Palmas auf Gran Canaria und Santa Cruz auf Teneriffa sind Bereiche in denen das ganze Jahr über die Messwerte deutlich über den Grenzwerten liegen.

Die Feinstaub Ergebnisse sind auf dem Archipel aber nicht nur auf die Industrie zurück zu führen. Wegen der Nähe zum afrikanischen Kontinent, von dort kommt der größte Anteil von PM10 und PM2,5 Partikel, ist für die Messwerte die Windrichtung entscheidend – Ostwind erzielt höhere Ergebnisse, bei Nordwind ist der Feinstaubanteil geringer.

Zwei Drittel Energiebedarf durch grünen Strom gedeckt – Von Januar bis Juni hat die Insel El Hierro 61% der benötigten Energie durch Windkraft erzeugt. Das ist einem Bericht von Corona de Viento zu entnehmen, zuständig für den Betrieb der Wind- und Wasserenergieanlagen auf der Insel.

Dabei waren in den vergangenen Monaten immer wieder Zeitabschnitte dabei, in der die Insel zu 100% durch regenerative Energie versorgt worden ist.

Im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum konnten 3.700 Tonnen Dieselkraftstoff eingespart und 12.000 Tonnen weniger CO² in die Atmosphäre abgegeben werden. Nach den Millionen schweren Investitionen hat Corona del Viento bereits 2017 zum ersten Mal Gewinne eingefahren.

Die Insel ist weltweit das erste Projekt das erfolgreich mit bis zu 100% durch regenerative Energiequellen versorgt wird.

Benutzt keine aufblasbaren Objekte im Meer – Mit dieser Aufforderung kommt das Projekt „Canarias – 1.500 Kilometer Küste“ einer Warnung der britischen Regierung nach, nachdem an den Küsten Englands mehr als 20 Rettungsaktionen deswegen durchgeführt werden mussten.

Aufblasbare Objekte sind dem Bericht zufolge besonders für Kinder lebensgefährlich, weil eine falsche Sicherheit suggeriert wird.

Krokodile, Einhörner, Haie oder Dinosaurier zum aufblasen sollen nur in Hotelpools und Schwimmbädern benutzt werden. Beim Baden am Strand sind Schwimmwesten und Schwimm- Nudeln die zu empfehlenden Utensilien für Kinder.

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