Solidarität in schweren Zeiten

Solidarität in schweren Zeiten

Eine neue App richtet sich in Spanien an junge hilfsbereite Menschen gleichermaßen wie an hilfsbedürftige Ältere.

Besonders die älteren Bürger, die zur Risikogruppe, gehören sollen zu Hause bleiben – die App Covida soll ihnen das tägliche Leben erleichtern. Aktuell nur für Android Betriebssystem verfügbar, richtet sich an junge Freiwillige und Menschen aus der Risikogruppe. Beide Bevölkerungsgruppen können sich auf der App anmelden und Hilfe anbieten oder fordern.

Es geht um Supermarkteinkäufe oder Medikamentenbeschaffung.

Eduardo Fierro, ist der Erfinder und stammt aus Fuerteventura. Mit einer Home Sharing App hatte er bereits vor der Krise Erfolg. In den Zeiten von teuren Mieten und Wohnraumnot hat Eduardo eine App programmiert, mit der ältere hilfsbedürftige Personen in ihrer Wohnung jungen Menschen auf der Suche nach Wohnraum ein Zimmer anbieten konnten.

Die Win Win Situation führte zu geringen Lebenshaltungskosten für beide Parteien und weniger Einsamkeit bei den Älteren. Die neue App Covida ist mit der Unterstützung des kanarischen Sozialamtes entstanden und hat seit Montag bereits rund 1.000 Teilnehmer auf dem Archipel gewonnen. 451 ältere Menschen bitten um Hilfe beim Einkaufen, um Medikamente zu besorgen oder für einen Arztbesuch – 560 Freiwillige bieten ihre Hilfe an. https://covida.app/

Bußgelder wegen Verstößen gegen Ausgangssperre

Wegen Verstößen gegen die verhängte Ausgangssperre sind alleine in der Gemeinde La Laguna auf Teneriffa gestern 30 Geldstrafen verhängt worden. Belastbare Zahlen aus anderen kanarischen Gemeinden liegen bisher nicht vor. 300 Fahrzeuge sind gestern von Beamten der Polizei angehalten worden, ihre Insassen konnten in den meisten Fällen einen vertretbaren Grund angeben, warum mehr als eine Person im Fahrzeug sitzt.

Um die Ausbreitung von Corona Viren einzudämmen hat der Staat verschiedene Maßnahmen verhängt, für Spanien gilt weiterhin eine landesweite Ausgangssperre.

Vierter Corona Toter in der kanarischen Autonomie

65 neue Corona Virus Fälle gab es gestern auf dem Archipel, eine 80-jährige Frau ist auf Teneriffa an Covid-19 gestorben. Aktuell sind rund 300 Personen in der kanarischen Autonomie mit dem Virus infiziert, 38 davon sind Mitarbeiter in Krankenhäusern oder Centros de Salud.

Isolierung im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus funktioniert, dass zeigen Beispiele wie El Hierro, La Gomera, Lanzarote und La Palma. Während sich die Zahl der Infizierten auf Teneriffa im Vergleich zum Sonntag mehr als verdoppelt hat, gibt es auf El Hierro bisher keinen Fall von Corona. Auf La Gomera und La Palma gibt es einen bzw. drei Patienten die wegen Corona behandelt werden.

Auch auf Lanzarote ist die Ausbreitung des Virus mit sieben positiv getesteten Patienten kontrolliert.

Sorge bereitet den Behörden die Zahl der infizierten Mitarbeiter im Gesundheitsbereich. 38 Infizierte gehen einer Tätigkeit in Krankenhäusern oder Gesundheitszentren nach.

Spanien schließt landesweit Hotels und Appartementanlagen

Innerhalb von sieben Tagen müssen in Spanien alle Hotels und Appartementanlagen schließen. Das hat die Zentralregierung im Kampf gegen Covid-19 entschieden. 423.000 Hotel- und Appartementbetten auf dem Archipel bleiben damit in den kommenden Wochen leer. Hunderttausende Urlauber bleiben dem Archipel fern, Reise und Flüge werden storniert.

68.000 Angestellte sind damit ohne Beschäftigung auf den Kanarischen Inseln, knapp zwei Drittel sind festangestellt. Sicherheits- und Wartungstätigkeiten in den Etablissements sind davon nicht betroffen. Mit dem Vizepräsidenten Pedro Iglesias hat die Zentralregierung gestern nochmal über die finanziellen Hilfen informiert.

Sowohl Autonomieregierungen als auch Gemeindeverwaltungen erhalten weitreichende finanzielle Mittel als auch die betroffenen Arbeitnehmer. Sozialversicherungsbeiträge sollen gestundet werden, Hypothekenraten werden ausgesetzt, Arbeitslosengeld soll auch für diejenigen zur Verfügung stehen die aufgrund ihrer zu kurzen Vertragslaufzeit eigentlich keinen Anspruch darauf haben.

#CoronaCiao Bewegung in der Corona Krise

Die Ansprache von Spaniens König Felipe an die spanische Bevölkerung um ihnen Mut in der Corona Krise zu zusprechen hat in Spanien eine landesweite Protestwelle ausgelöst. CoronaCiao, zu Deutsch „Tschüss Krone“, ist eine Reaktion auf einen neuen Korruptionsskandal im spanischen Königshaus.

Mit Topfschlagen haben Bürger landesweit auf ihren Balkonen und an offenen Fenstern ihrem Unmut Luft gemacht. Die Protestwelle hat am späten Mittwochabend begonnen. Spanische Medien sprechen von einem „historischen Topfschlagen“, die linke Regierungspartei Podemos begrüßt die Bewegung der Bevölkerung.

Konkret geht es um eine neue Korruptionsaffäre des ehemaligen spanischen Königs Juan Carlos. 100 Millionen US Dollar soll Juan Carlos 2008 aus Saudi-Arabien kassiert haben. Spanische und Schweizer Justiz ermitteln deswegen.

Immer mehr Bürger fordern das das Schwarzgeld für den Kampf gegen die Coronavirus-Krise gespendet wird. Eine entsprechende Petition ist auf Change.org bereits von 300.000 Personen unterzeichnet worden.

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