Strandbesuche wieder möglich?

Strandbesuche wieder möglich?

Ob wir auf den Kanaren am Montag den Tag am Strand verbringen dürfen entscheidet sich morgen in Madrid.

In der Landeshauptstadt sitzen Experten und Politiker und beraten ob sich die Einwohner der Kanarischen Inseln wieder ohne feste Uhrzeiten an den menschenleeren Küstenabschnitten tagsüber aufhalten können.

Das bringt der Alarmzustand mit sich, die Entscheidungsgewalt liegt bei Ministerpräsident Pedro Sanchez.

Die sogenannte Phase 2 soll Medienberichten zufolge für die Kanarischen Inseln weiterhin mit einer Maskenpflicht auch für den Strandbesuch verbunden sein, wenn ein Abstand von zwei Metern nicht gewährleistet werden kann. In verschiedenen Supermärkten, Möbelhäusern und Boutiquen wird Kunden seit gestern nur mit Mundschutz Einlass gewährt.

An den Stränden ist von Parzellen die Rede in denen sich die verschiedenen Altersgruppen aufhalten dürfen. Morgen soll die neue Phase mit ihren Maßnahmen im Boletin Oficial de España veröffentlicht werden.

Hitzewarnung – Temperaturen von bis zu 35 Grad erwartet der spanische Wetterdienst AEMET für die Kanaren ab morgen Vormittag 10.00 Uhr. Alarmstufe Gelb gilt vorerst nur für den Süden von Gran Canaria, aber auch für Lanzarote und Fuerteventura werden ab morgen durch das Wetterphänomen Calima heiße Temperaturen erwartet.

Die Küstenabschnitte sind davon besonders betroffen, weniger hoch steigen die Temperaturen in höheren Lagen. Es ist die erste Hitzewarnung für die Kanarischen Inseln seit Anfang des Jahres. Die Hitzewelle soll mindestens bis Sonntagabend anhalten.

Das Unsicherheit der Schulen – Weder die Vorschulen noch die Grundschulen wissen ob und wie sie ihren Betrieb ab Montag wieder aufnehmen sollen. Eine entsprechende Regelung soll vom Bildungsministerium heute Abend oder morgen veröffentlicht werden.

Für die Umsetzung bleibt den Bildungseinrichtungen dann rund 48 Stunden.

Noch ist völlig unbekannt welche Schulen auf welchen Inseln wieder unterrichten. Stand heute soll innerhalb Educación Primaria, also die Grundschulen für die ersten sechs Schuljahre, ihre Bildungstätigkeit wieder aufnehmen. Für Klassen von maximal 10 Schüler.

Die Teilnahme ist sowohl für Schüler als auch für die Lehrkräfte wegen der anhaltenden Ansteckungsgefahr durch das Corona-Virus freiwillig.

Die Gewerkschaft CCOO übt heftige Kritik an dem Vorgehen der Regierung und fordert einen Plan zur Umsetzung. Die Gewerkschaft sieht Schulen, Lehrkräfte, Schüler und Eltern in einer ausweglosen Situation, die ohne entsprechende eindeutige Vorgaben durch die Regierung in 48 Stunden nicht zu lösen ist.

Gute Buchungen bei Landhotels und Appartement-Anlagen – Verschiedene Betreiber von kleineren Landhotels und Appartement-Anlagen zeigen sich zufrieden mit der Nachfrage seitdem sie ihren Betrieb wieder aufgenommen haben. Unter ihnen die Ketten Cordial und Grupo Anfi, die Etablissements wie das Be Cordial Hotels & Resorts oder das Cordial Mogán Paraíso betreiben.

Seitdem 11. Mai ist ein Teilbetrieb der Hotel- und Appartementanlagen wieder erlaubt. Für eine Wiedereröffnung haben sich bisher aber nur die wenigsten entschieden.

Diejenigen Betreiber, die sich für eine Öffnung entschieden haben, zeigen sich aber überrascht, wie stark die Nachfrage der Canarios ist, nach der wochenlangen Kontaktsperre einige Tage das Panorama zu wechseln. Obwohl die Bewirtung der Gäste bisher in den Phasen der Lockerungen des Alarmzustands in Spanien nicht erlaubt ist, haben viele die Chance auf einen Kurzurlaub ergriffen.

Die Gruppe Cordial wird bis Ende des Monats alle Hotels und Appartementanlagen wieder öffnen. Dazu gesellt sich ein völlig neues Hotel in Las Palmas auf Gran Canaria: das Aloe Canteras wird in der ersten Juni Woche seinen Betrieb aufnehmen, ohne Frühstücksangebot und mit einer maximalen Auslastung von 40%.

Mund-zu-Mund Beatmung untersagt – Wie Komplex der Umgang mit dem Corona-Virus in der Praxis ist und welche Konsequenzen dieser neue Umgang mit sich bringt, zeigt sich in einem neuen Protokoll für Rettungsschwimmer.

Die bisher mit Erfolg praktizierte Mund-zu-Mund Beatmung von Bewusstlosen nach Badeunfällen darf nicht mehr durchgeführt werden.

Dafür müssen Rettungsschwimmer ab sofort eine sogenannte Beatmungsmaske verwenden. Dieses Gerät ist weder so effektiv wie eine direkte Mund-zu-Mund Beatmung, noch gibt es Stand heute ausreichend Beatmungsmasken für alle Einsatzkräfte die ab Montag ihre Arbeit an den Stränden der Kanarischen Inseln wieder aufnehmen sollen.

Auf das Dilemma und die Frage, die die Rettungsschwimmer am Montag erwartet hat bisher kein Politiker eine Antwort: wie ist mit einer bewusstlosen Person am Montag zu verfahren, wenn nach einem Badeunfall keine Beatmungsmaske für die Reanimierung zur Verfügung steht? Innerhalb von drei Tagen ist es unmöglich, alle Rettungsschwimmer auf den Kanarischen Inseln mit ausreichend Material zu versorgen.

 

 

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