TUI und Regierung wollen Wintersaison retten

TUI und Regierung wollen Wintersaison retten

Wenn sich Yaiza Castilla, Sebastian Ebel und Angel Victor Torres treffen, geht es um viel für die Kanarischen Inseln, kaum eine andere Region in Spanien ist so abhängig vom Tourismus wie die Kanaren.

Yaiza Castilla ist Tourismusministerin für die kanarische Provinz, Sebastian Ebel CEO des Reiseveranstalters TUI und Angel Victor Torres, Regierungspräsident des Archipels.

Im Fokus des Treffens gestern stand eine Zahl: mit den Coronavirus-Fällen steht und fällt die wirtschaftliche Zukunft der Kanarischen Inseln.

Alle drei Vertreter sind zuversichtlich die Wintersaison, dabei spielen deutsche Touristen eine ganz entscheidende Rolle, zu retten. Voraussetzung sind sinkende Infektionszahlen – dafür stehen die kürzlich getroffenen Maßnahmen wie Maskenpflicht, Einschränkungen im Nachtleben und Reduzierung der Teilnehmerzahl von Fiestas, Partys und Familienfeiern.

Gesprochen worden ist gestern auch wieder über PCR Tests für Touristen bei der Ein- und Ausreise. Dieses Thema wird immer wieder diskutiert, als gut befunden und liegt nicht in der Verantwortung von TUI oder der Regionalregierung – dafür bedarf es einer Entscheidung auf EU Ebene, bisher ist diese in Brüssel nicht getroffen worden.

Laut Sebastian Ebel vertraut TUI darauf, im November und Dezember bereits wieder 66% der Urlauber aus den gleichen Vorjahresmonaten auf die Kanaren zu fliegen.

Entscheidung über Schulbeginn am 10. September – Ob der Schulunterricht am 15. September beginnt, entscheidet das kanarische Bildungsministerium am 10. September.

Diese Aussage hat Angel Victor Torres, Präsident der kanarischen Autonomie, gestern bei Radio Cope getroffen.

Damit hängt in Sachen Bildung auf den Kanaren wieder alles in der Luft. In 10 Tagen entscheidet die Regierung ob der Schulunterricht wie geplant beginnt, oder ob es Auflagen für einzelner Gemeinden oder einzelne Inseln geben wird.

Möglich ist laut Torres alles, der Präsident hofft aber weiterhin auf einen Rückgang der in den letzten Tagen stark gestiegenen Infektionszahlen und einen geplanten Schulbeginn.

Für Schulen und Lehrkräfte bedeutet die aktuelle Situation eine doppelte Vorbereitung: auf Präsenzunterricht wie ursprünglich geplant und auf ein besseres Angebot in Sachen Onlineunterricht.

297 neue Infektionsfälle – Die Zahlen, die das Gesundheitsamt auf den Kanaren gestern um 14.00 Uhr präsentiert hat, zeigen einen weiteren Anstieg der Infektionsfälle.

Mit 297 neuen Infizierten steigt die Zahl der aktiven Coronavirus-Fälle auf 4.089.

Pro 100.000 Einwohner sind heute 329,99 Personen mit dem Virus infiziert. 27 Personen werden auf Intensivstationen behandelt, 180 Infizierte sind in stationärer Behandlung, 3.882 Personen verbringen wegen leichter Krankheitssymptome eine Quarantäne zu Hause.

Gran Canaria führt die Zahl der Infizierten weiterhin an, mit 2899 aktiven Corona-Fällen und einem Hotspot in Las Palmas, auf Teneriffa sind 782 Fälle aktiv, auf Lanzarote 429 Corona-Fälle und auf Fuerteventura liegt die Zahl der Infizierten heute bei 277.

Überwachung aus der Luft – In Las Palmas auf Gran Canaria und Umgebung ist in den letzten Tagen der Drohneneinsatz verstärkt worden. 30 Mal sind Plätze und Strände überflogen worden, um die getroffenen Maßnahmen gegen ein weiteres Ausbreiten des Corona Virus zu kontrollieren.

250 Anzeigen wegen Verstößen gegen die neuen Abstands- und Hygienevorschriften gab es rund um Las Palmas, die den Überwachungsflügen zugeordnet werden können.

Die Flugdrohne der Policia Local in Las Palmas hat eine Reichweite von rund 2,5 Kilometern und kann mit ihrem Akku 30 Minuten in der Luft bleiben. Per GPS navigieren die Piloten in der Zentrale das Fluggerät mit HD Kamera und Nachtsichtgerät über der Inselhauptstadt und kommunizieren Verstöße der Bürger an die Polizeistreifen.

Schlechte Luft – Ecologistas en Acción zu Folge haben 89% der kanarischen Bevölkerung im letzten Jahr verschmutzte Luft geatmet. Das Ergebnis resultiert aus lokalen Messwerten und Grenzwerten der Weltgesundheitsorganisation WHO.

An 59 Messstationen auf dem Archipel sind im letzten Jahr sowohl die Grenzwerte von Feinstaub, als auch die Grenzwerte für Stickstoffdioxid und Schwefeldioxid überschritten worden.

Vor allem Las Palmas auf Gran Canaria und Santa Cruz auf Teneriffa sind Bereiche in denen das ganze Jahr über die Messwerte deutlich über den Grenzwerten liegen.

Die Feinstaub Ergebnisse sind auf dem Archipel aber nicht nur auf die Industrie zurück zu führen. Wegen der Nähe zum afrikanischen Kontinent, von dort kommt der größte Anteil von PM10 und PM2,5 Partikel, ist für die Messwerte die Windrichtung entscheidend – Ostwind erzielt höhere Ergebnisse, bei Nordwind ist der Feinstaubanteil geringer.

 

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