Wenig Schwung im Einzelhandel

Wenig Schwung im Einzelhandel

Auf La Gomera, La Graciosa und El Hierro haben gestern lediglich 20% der Einzelhändler und nur 3% der Restaurants und Bars wieder geöffnet.

Die Umsatzaussichten sind bei den Auflagen der Regierung einfach zu gering. Bei den Friseuren haben sich auf den kleinen Inseln, die bereits gestern in Phase 1 der Lockerungen eingetreten sind, nur rund die Hälfte entschieden wieder zu öffnen. Erst ab dem 11. Mai, wenn 50% der Tische in Bars und Restaurants wieder bewirtet werden dürfen, rechnet der Verband der Selbständigen mit mehr Öffnungen.

Es ist eine rein rechnerische Entscheidung für die Unternehmer, die sobald sie ihre Geschäftsräume wieder öffnen, keine finanziellen Hilfen mehr beantragen können.

Ein ähnliches Bild bot sich gestern auch in Mesa y Lopes in der Innenstadt von Las Palmas auf Gran Canaria: Optiker, Ferreterias, Mobilfunkgeschäfte und Banken hatten geöffnet. Textil und Modegeschäfte waren weiterhin geschlossen.

Für Phase 0 der Lockerungen sind Kosten im Vergleich zum erwarteten Umsatz zu hoch. Phase 1 der Lockerungen beginnt am 11. Mai.

Unterricht erst im September – Die Schule beginnt in Spanien erst wieder im September. Mit einer neuen Regelung bei der Klassenstärke. Sollte es bis dahin keine Impfung gegen das Coronavirus geben, davon ist auszugehen, liegt die maximale Zahl von Schülern pro Klasse bei 15.

Das ist die Vorstellung der Regierung für den Schulunterricht in Zukunft.

Wie das umgesetzt werden soll, lässt die Regierung bisher offen. Es gibt weder ausreichend Räumlichkeiten an den Schulen auf den Kanarischen Inseln um in Zukunft die geforderten Voraussetzungen zu erfüllen, noch ausreichend Lehrkräfte um die damit verbundene doppelte Zahl von Unterrichtsstunden zu erfüllen. Auch zu den deutlich erhöhten Kosten im Bildungsbereich hat sich die Regierung bisher noch nicht geäußert.

Konflikt in Madrid wegen Verlängerung des Alarmzustands – Die beiden Protagonisten heißen heute Pedro Sanchez, Präsident von Spanien, und Pablo Casado, Vorsitzender der Partido Popular. Sanchez will den Alarmzustand in Spanien ein weiteres Mal verlängern und ist dabei auf die Stimmen anderer Parteien angewiesen.

Pablo Casado hat angekündigt diesen Vorstoß kein weiteres Mal zu unterstützen.

Er sehe keinen Grund, „die Freiheit der Spanier zu diesem Zeitpunkt nach beliebigem Ermessen der Regierung einzuschränken“. Bars und Restaurants wieder zu öffnen und andererseits die Freiheit anhand von Uhrzeiten weiterhin einzuschränken macht für den Vorsitzenden der PP keinen Sinn.

Ohne die Unterstützung der kleineren Parteien hat die Minderheitsregierung der PSOE keine Möglichkeit bei der Abstimmung im Parlament den Ausnahmezustand ein weiteres Mal zu verlängern.  

Reisevoraussetzungen für die Zukunft – Die Regionalregierung der Kanaren fordert Körpertemperatur- und Antikörpertests für Reisen auf den Archipel. Das meldet heute EuropaPress.

Diese Tests sollen bereits am Abflugort in Europa und auch auf dem spanischen Festland durchgeführt werden. Touristen soll damit in Zukunft Sicherheit bei ihrer Urlaubsplanung vermittelt werden und ein erneutes Ausbreiten des Corona Virus auf den Kanaren verhindert werden.

Am 13. Mai soll auf einem der Treffen der EU-Innenminister ein entsprechender Vorschlag unterbreitet werden. Wer für die Kosten aufkommen soll, lässt der Vorstoß der Regionalregierung offen.

Aktuell sind für einen Abstrich-Test aus Mund oder Nase 215 Euro fällig, für einen Antikörpertest auf Basis einer Blutprobe sind 70 Euro fällig.

Corona Virus Bilanz – Sechs Neuinfektionen, 24 Genesene und ein Toter, das ist die Bilanz der vergangenen 24 Stunden in der Corona Pandemie auf den Kanarischen Inseln. Seit Beginn der Corona Krise gelten bereits 1.190 Personen die sich mit dem Virus infiziert haben als genesen.

Damit übersteigt die Zahl der als geheilt entlassenen Patienten, die Zahl der insgesamt seit Ausbruch der Pandemie Infizierten bereits deutlich.

Heute liegt das Verhältnis in der Bevölkerung bei 103,6 Corona Erkrankten pro 100.000 Einwohner.

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