Wieder steigende Infektionszahlen

Wieder steigende Infektionszahlen

Beunruhigende Ergebnisse kommen aus den Provinzen Madrid, Katalonien und Castilla-La Mancha.

Dort sind die Infektionszahlen in den letzten drei Tagen von 426 neuen Corona Patienten am Dienstag auf 506 gestern angestiegen. Seit drei Tagen steigen in diesen drei Autonomien die Ansteckungszahlen wieder stärker als erwartet an.

In Verbindung mit einer Inkubationszeit von zwei Wochen untersuchen die Virologen jetzt, ob es einen Zusammenhang zwischen den Lockerungen bei den unter 14-jährigen Kindern und den gestiegenen Ansteckungsergebnissen gibt. 70% der Neuinfizierten in Spanien sind in diesen drei Provinzen registriert worden.

Weder in Madrid, noch in Katalonien oder Castilla-La Mancha ist wegen der weiter steigenden Corona Virus Fälle Phase 1 genehmigt worden. Dort gilt weiterhin Phase 0 der Lockerungen. Die Reproduktionszahl des Virus liegt Spanienweit heute bei 1,01.

Weiteres Flüchtlingsboot vor Gran Canaria – 55 Flüchtlinge aus Afrika hat die spanische Küstenwache südlich von Gran Canaria gerettet. Sie alle sollen aus der Westsahara stammen, dem Gebiet, das Marokko seit dem Abzug der spanischen Kolonialmacht für sich beansprucht.

Unter den Flüchtlingen sind ausschließlich Männer, bei 25 soll überprüft werden ob sie noch minderjährig sind. Sieben Tage lang sollen sie, nach eigenen Aussagen zufolge, unterwegs gewesen sein. Seit Beginn des Alarmzustands in Spanien haben rund 1.000 Flüchtlinge in Booten die Kanarischen Inseln erreicht.

14-tägige Quarantäne auch in Frankreich – Nachdem Madrid entschieden hat, allen Einreisenden aus anderen EU-Staaten eine 14-tägige Quarantäne zu verordnen, zieht Paris jetzt nach. Spanier die nach Frankreich reisen, müssen ebenfalls 14 Tage in häusliche Quarantäne.

Man könnte es als Retourkutsche interpretieren, Paris spricht aber von einer reziproken Entscheidung.

Frankreichs Präsident Macron hat immer wieder eine gemeinsame europäische Entscheidung gefordert, wenn es um Reisebeschränkungen innerhalb der EU geht. Vor allem im Hinblick auf den Sommertourismus schädigen diese Maßnahmen die Wirtschaft nachhaltig.

Paris hat gestern die spanische Quarantäne Entscheidung 1:1 zur spanischen umgesetzt. Auch in Frankreich sind Mitarbeiter im Gesundheitswesen, Transport oder im diplomatischen Dienst, sowie Besatzungen von Passagier- oder Transportmaschinen von den Quarantänemaßnahmen ausgenommen.

Mehr Platz für Tische und Stühle – Bar- und Restaurantbetreiber auf Lanzarote erhalten während des Ausnahmezustands die Möglichkeit die doppelte Fläche vor ihren Lokalen zu nutzen. Das hat die Inselregierung von Lanzarote gestern beschlossen. So soll für ausreichend Abstand zwischen Gästen gesorgt sein und die Umsatzeinbußen so gering wie möglich gehalten werden.

Für die zusätzliche Bewirtungsfläche ist keine zusätzliche Steuerabgabe fällig.

Gleichzeitig ist gestern beschlossen worden, die Steuerzahlungen von Gastronomiebetrieben an die Kommunen bis zum 1. Dezember zu stunden.  

Beamte arbeiten ab dem 25. Mai wieder – Gemeinsam mit Madrid nehmen auf den Kanarischen Inseln Beamte wieder am 25. Mai ihre Tätigkeiten auf. Behördengänge sollen ab diesem Datum wie vor dem Lockdown möglich sein unter Beachtung der Hygienevorschriften. Auch hier sind Termine für Bürger im Gespräch, entschieden ist dazu noch nichts.

Vorstellbar sind bei Behördengängen eine ähnliche Vorgehensweise wie bei Einzelhändlern und Friseuren, bei denen Kunden feste Zeiten erhalten, wann die Lokale aufgesucht werden können, um die maximale Kundenzahl innerhalb des Lokals zu beschränken.

 

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