Keine Mehrheit gg. Erdölbohrungen

Mitglieder der Partido Popular haben im kanarischen Parlament gegen den Stopp der geplanten Erdölbohrungen gestimmt. Laut Pressemeldungen hat sich die kanarische PP damit dem Druck des Industrieministeriums und damit der Regierung von Ministerpräsident Manuel Rajoy gebeugt. Das es auch anders funktionieren kann, hat die PP auf den Balearen gezeigt. Dort steht ein ähnliches Erdölprojekt an wie auf den Kanarischen Inseln. Allerdings hat sich die PP der Balearen dem Druck aus Madrid widersetzt und zusammen mit anderen Parteien das Projekt einstimmig abgelehnt. Auf den Kanarischen Inseln ist der Vorstoß der Lokalregierung, die Erdölbohrungen zumindest temporär zu stoppender, wegen der fehlenden Stimmen der PP gescheitert.

Dieb verliert Personalausweis

Beim Überfall den eigenen Personalausweis verloren. Stoff für einen Slapstick Film gab gestern ein 33 Jahre alter Conejero in Arrecife auf Lanzarote. Der Mann hat mit einem Messer bewaffnet eine Cafeteria überfallen und das gesamte Bargeld aus der Kasse gestohlen. Beim verlassen der Cafeteria verlor der der Mann seinen Personalausweis. Stunden später wollte der Dieb den Verlust auf einer Polizeidienststelle melden und konnte dort von den Beamten festgenommen werden. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft, die Beute konnte bisher noch nicht sichergestellt werden. 

Thorben Wengert pixelio.de

Sauberste Luft

Die sauberste Luft wird Spanienweit in Las Palmas auf Gran Canaria geatmet. Das geht aus einer aktuellen Studie der World Health Organisation hervor. Allerdings werden in der Studie nur Las Palmas und Arrecife aufgeführt, Orte wie Santa Cruz auf Teneriffa, San Sebastian auf La Gomera, Valverde auf El Hierro oder Santa Cruz auf la Palma wurden in der Studie zur Luftverschmutzung nicht aufgeführt. Es ist aber davon auszugehen das auch die anderen Inseln ähnliche Werte erhalten würden. In der Studie liegt die Luftverschmutzung in Las Palmas und in Arrecife bei einem Wert von 6 – zum Vergleich: Delhi in Indien erhält in der Studie einen Luftverschmutzungswert von 156, Berlin einen Wert von 20, Paris einen Wert von 26 und London einen Wert von 22.

Fotoquelle: Dieter Schtütz pixelio.de

Kanarische Literatur gratis

Zum Dia de Canarias gibt es die „Crónicas de la conquista de Canarias“ kostenlos als E-Book. Mehr als 2.000 Mal wurde das Buch bereits herunter geladen. Laut Google Analytics auch in Ländern wie Groß Britannien, Deutschland, Italien, Norwegen oder der Slowakei. Der historische Roman basiert auf den von Historikern anerkannten Texten Lacunense, Maritense und Ovetense, die in Madrid, Oviedo und auf den Kanarischen Inseln gefunden wurden. Dazu hat der spanische Geschichtsprofessor Manuel Lobo Cabrera die Arbeit als Lektor begleitet. Das E-Book über die kanarische Geschichte des Mittelalters kann noch bis zum 30. Mai, dem Dia de Canarias, kostenlos als E-Book herunter geladen werden. Unter www.diadecanarias.es

Kettennatter bedroht Tierwelt

Kalifornische Kettennatter bedroht Tierwelt auf den Kanarischen Inseln. Bisher wurde das Reptil nur auf Gran Canaria entdeckt. Die bis zu 1,80 Meter lange Schlange stammt ursprünglich aus den USA und wurde durch den Manschen eingeschleppt und freigelassen. Weil es der kalifonischen Kettennatter auf dem Archipel an natürlichen Feinden fehlt, vermehrt sie sich schnell. Für den Menschen ist die Schlange mit den hellgelben Streifen und den rosa Augen ungefährlich. Über 2.000 Exemplare wurden bereits getötet. Trotzdem schlagen Umweltschützer jetzt Alarm und fordern Hilfe von internationalen Experten um den Bioinvasoren Herr zu werden. Die kalifornische Kettennatter stellt eine aktive Bedrohung für die unter Naturschutz stehende kanarische Rieseneidechse dar.

Streit um Erdölbohrungen

Das Mineralölunternehmen REPSOL zweifelt die aktuelle Umweltstudie der SECAC an und wirft den Forschern vor „gemeinsame Sache“ mit der Lokalregierung zu machen. Die Kernaussage der Studie des SECAC ist die Gefährdung der Meeressäuger durch den Abbau von Erdöl vor den Kanarischen Inseln. Der Präsident der SECAC, Vidal Martín, bezeichnete die Aussagen von REPSOL gestern als unseriös und kündigte an rechtliche Schritte gegen die unhaltbaren Aussagen einzuleiten. Die Studie wurde ursprünglich nicht wie von REPSOL behauptet von der Lokalregierung in Auftrag gegeben, sondern von der Stiftung für das Naturschutzgebiet, einem öffentlichen Unternehmen das dem spanischen Naturschutzministerium untersteht. Die Studie könnte mit ihrem Ergebnis zum Stolperstein für REPSOL und dem Vorhaben werden vor den Kanarischen Inseln nach Erdöl zu bohren. 

Zur Internetseite der Studie

Salmonellenvergiftung weitet sich aus

Auf 199 ist die Zahl der Personen angestiegen, die durch verunreinigtes Essen in einer Schule auf Gran Canaria mit den Salmonellenerregern infiziert wurden. Seit 1. Mai steigt die Zahl der Kranken immer weiter an. 18 Menschen mussten bereits stationär im Krankenhaus behandelt werden. Am 30. April wurde im Colegio Arenas im Süden Gran Canarias Nudelsalat serviert. Untersuchungen des Gesundheitsamtes haben den Erreger dort gefunden. Betroffen sind vor allem Kinder und Jungendliche im Alter zwischen 2 und 17 Jahren. Aber auch Lehrkräfte und Eltern.

Mehr unbefristete Arbeitsverträge

Einer Pressemitteilung des Zeitarbeitsunternehmen Randstad zufolge ist die Zahl der unbefristeten Arbeitsverträge auf den Kanarischen Inseln in den ersten vier Monaten des Jahres um 10% höher als im gleichen Vorjahreszeitraum. Spanienweit wurden seit Januar 309.000 unbefristete Arbeitsverträge unterzeichnet. Damit steigt die Zahl der festen Anstellungen auch im dritten Jahr in Folge an. Weiterhin werden den Ergebnissen zufolge Männer deutlich bevorzugt wenn es um feste Anstellungen geht. Zwei Drittel der unbefristeten Arbeitsverträge wurden seit Jahresbeginn mit Männern geschlossen.

Bildquelle: Alexander Klaus pixelio.de

Katastrophenschutz mit Twitter

Mit dem Kurznachrichtendienst Twitter startet die spanische Polizei einen neuen Informationsdienst für Katastrophensituationen. Gepflegt werden soll der Twitter Account von oberster Stelle, dem Chef der Policia Nacional. Damit bedient sich ein weiteres spanisches Staatsorgan dem weit verbreiteten Kurznachrichtendienst. Aktuell folgen dem Twitter Account bereits 850.000 Mitglieder. Laut einer Pressemitteilung greift die Policia Local auf Twitter zurück weil es aktuell kein schnelleres Medium gibt, um in Katastrophensituationen schnell zu informieren. 

Britischer Tourist wohlauf

Mitarbeiter des Telefericos auf Teneriffa haben den seit gestern Nacht vermissten britischen Touristen gefunden. Der Mann war den Hang unterhalb der Bergstation aus bisher unbekannten Gründen hinabgestürzt. An der Suche beteiligte sich zwischenzeitlich auch die Crew eines Rettungshelikopters, sowie Beamte der Guardia Civil und der Feuerwehr. Der Mann hatte sich bei dem Sturz an einem Bein verletzt. Nähere Infos zu dem Unfall sind noch nicht bekannt. 

18 Jahre Delfine und Wale gefilmt

Es ist letztendlich eine Hommage an die Meeresbewohner die Cipriano Borges zusammengetragen hat. 18 Jahre hat der Kapitän mit einer Unterwasserkamera immer dann gefilmt wenn auf seinen Touren vor Lanzarote Meeresbewohner aufgetaucht sind. Im Wasser war er dabei nie, die Kamera wurde mit einer Stange zu Wasser gelassen. Einen Auszug aus den Aufnahmen gibt es bereits jetzt bei Youtube im Kanal von Cipriano Borges. Gesehen hat der Kapitän laut eigener Aussage in den letzten 18 Jahren alles was unterhalb der Wasseroberfläche rund um Lanzarote lebt. Allerdings werden die Begegnungen mit den Jahren immer weniger. 

Zum Video auf Youtube

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